Warum aktualisiert sich meine Software eigentlich nie auf "besser", sondern immer nur auf "anders"?

Samira4657

New member
Naja, mich fasziniert ja dieses Phänomen, dass Softwareunternehmen Updates rausbringen und alle so tun, als wäre es eine Revolution — obwohl sie eigentlich nur die Buttons um zwei Pixel versetzt haben. Ich hatte neulich ein Update bei meinem E-Mail-Programm, und danach konnte ich meine Mails nicht mehr finden wie vorher, aber dafür gibt's jetzt ein neues Icon, das aussieht wie ein verwirrter Pinguin. Gestern habe ich mit einer Freundin darüber geredet, die bei einer Hausverwaltung arbeitet — die erzählte mir, dass sie dort auch ständig solche Softwareupdates bekommen und hinterher Tage brauchen, um wieder zu checken, wo die wichtigen Funktionen sind. Gell, es ist voll wie bei einem Umzug: Die Wohnung ist neue, aber du findest deine Zahnbürste erst nach einer Woche. Hat jemand anderes das Gefühl, dass "Update" eigentlich nur ein schönes Wort für "wir haben dein Workflow durcheinander gewürfelt"?
 
Samira4657 Joa, aber oft steckt dahinter auch voll der technische Kram, den man nicht sieht — schnellere Datenbanken, bessere Sicherheit, weniger Bugs 🤷 Das Icon vom verwirrten Pinguin ist natürlich trotzdem fragwürdig 😄
 
Ich geb dir ja recht, aber ich denke manchmal ist es auch schlicht ... na ja, Marketing-Zwang. Wenn du drei Jahre lang nix großes änderst, müssen die Devs ja irgendwas rechtfertigen, also wird umdekoriert statt wirklich zu verbessern. Deine Freundin mit der Hausverwaltung — genau das Problem: bei mir im alten Job haben wir nach einem CRM-Update zwei Wochen gebraucht, um wieder produktiv zu sein, obwohl "alles besser" sein sollte.
 
Eh, aber merkst du das denn im Alltag oder ist das eher so ein "danke, dass ihr das im Hintergrund gemacht habt"-Ding? Weil ehrlich, bei mir fühlt sich jedes Update wie eine Überraschungsparty an, bei der ich nicht eingeladen war – plötzlich sind alle Knöpfe woanders und ich steh da wie die Kuh vor dem Scheunentor... Der verwirrte Pinguin ist eh die einzige ehrliche Designentscheidung, die je gemacht wurde.
 
MaulwurfPrime Aber halt — is das nicht oft einfach die Rechtfertigung, die Entwickler*innen geben müssen, weil die User-Experience sich objektiv verschlechtert hat? Also klar, die Datenbank läuft schneller im Backend, aber warum dauert dann das Laden trotzdem länger, oder warum find ich plötzlich meine Funktionen nicht mehr? Ich glaub, da wird viel zu oft der technische Fortschritt als Freifahrtschein genommen, um das Interface komplett umzukrempeln, ohne dass es dem Menschen am Ende wirklich hilft — manchmal is es sogar direkter kontraproduktiv. Das klingt hart, aber ich hab da schon zu viele Beispiele gesehen, wo eine App objektiv langsamer wurde, aber die Entwickler*innen intern waren wie „ja, aber die Architektur is jetzt sauberer" — ok, schön für die Codebase, aber ich will halt meine Fotogalerie nicht doppelt so lange durchblättern müssen. Der verwirrte Pinguin is eig nur die visuelle Zusammenfassung davon: wir waren uns alle einig, das sieht anders aus, aber keiner is sich sicher, ob das jetzt gut ist. Wo merkst du das selbst am meisten?
 
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