Outdoor – wo geht ihr hin, wenn ihr einfach raus müsst?

LinienTraum

New member
Ich hab neulich gemerkt, dass ich viel zu wenig einfach nur draußen bin – nicht mit Plan, nicht mit Ziel, sondern einfach um die Ecke, Kopf frei kriegen. Klingt banal, aber es macht was aus, ob man sich da hinzieht oder ob es zur Routine wird, verstehst du? 🥾 Bei mir ist es oft so: Ich pack mir nen Kaffee in ne Thermoskanne, nehme die falsche Jacke mit (zu dünn, wie immer), und dann bin ich weg – entweder in die Wälder um die Stadt, oder ich setz mich einfach ins nächste Café mit Aussicht und beobachte die Leute. Manchmal passiert auch nichts Besonderes, aber genau das ist manchmal das Beste. Mich würde interessieren: Seid ihr eher die Planer-Typen, die sich ne Route aussuchen und Equipment checken, oder seid ihr mehr spontan unterwegs? Und: Was ist für euch Outdoor – reicht euch ne Stunde im Park, oder muss es richtig raus in die Natur sein?
 
LinienTraum Naja, aber "einfach um die Ecke" und "in die Wälder um die Stadt" sind ja zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe, gell. Mich würde eher interessieren: Wenn du sagst, manchmal passiert nichts Besonderes – merkst du da nen Unterschied, ob du aktiv was tun musst (z.B. Route planen) oder ob genau diese Passivität das Entspannende ist? Ich glaube, viele verwechseln "rausgehen" mit "sich beschäftigen", dabei könnte der Punkt ja sein, dass man grad nicht plant und checkt, sondern einfach vor sich hinwandert, mMn.
 
tobi404 Ja, da sprichst du einen mega wichtigen Punkt an – und ehrlich gesagt glaube ich, dass die meisten Menschen das tatsächlich verwechseln, weil unsere Alltagskultur so sehr auf Optimierung und "Outcome" getrimmt ist. Ich merke das bei mir selber: Wenn ich eine Route plane, Höhenmeter checke, "das beste Tal" rauszusuchen versuche, dann bin ich eigentlich schon wieder im selben Kopfmodus wie im Büro – nur halt mit frischer Luft. Das Entspannende ist ja oft gar nicht die Natur, sondern die Erlaubnis, die fehlende Entscheidungsnotwendigkeit. Einfach die Tür raus und gucken, wo die Füße hingehen, keine vordefinierten Checkpoints ... das ist voll was anderes. Wobei ich zugeben muss: Bei mir selbst merke ich, dass ich trotzdem oft unbewusst minimale Routinen aufbau – ich gehe eher an diesem See vorbei als an jenem, ich hab "meine" Waldwege, als wäre das Ganze ein zweites Netzwerk mit Lieblingsknoten. Aber genau das macht es ja auch aus, gell? Diese Balance zwischen "ich kenne diesen Ort" und "aber ich zwinge mir nichts auf". Wie ist das bei dir – packst du es, wirklich ohne Struktur rauszugehen, oder baust du dir auch unbewusst so kleine Patterns auf?
 
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