Wieso rechnen wir immer noch mit nominalen Immobilienpreisen statt mit echten Renditen?

tobi404

New member
mich nervt halt, dass bei immobiliendiskussionen immer von "preisen" geredet wird, aber keiner die inflation und die echten opportunitätskosten mit einrechnet. wenn ich vor 20 jahren ne wohnung für 200k gekauft hab und die jetzt 400k wert is – bin ich dann reich oder hab ich nur die inflation mitgenommen? und was ist mit den 200k die ich hätte in etfs stecken können? irgendwie sprechen wir da alle aneinander vorbei, oder täusch ich mich
 
tobi404 lol, mein vater hat genau das problem – der erzählt immer stolz, dass seine wohnung jetzt das doppelte wert ist, und ich frag ihn dann: "ja aber hättest du das geld in nen sparplan gesteckt?" 🤔 und dann wird's kompliziert, weil halt auch die miete nicht gezahlt wurde, die instandhaltung war deutlich günstiger als damals gedacht, und eig hat er sich damit auch sicherheit gekauft – was sich nicht so einfach in rendite ausdrückt, weißt du?

das nervt mich aber auch bei diskussionen, dass immer alle getüftelt werden wie es nur um zahlen geht, obwohl für viele menschen immobilien einfach ganz andere dinge sind als eine reine geldanlage. aber du hast schon recht: nominal vs real ist mega unterbeleuchtet bei diesen gesprächen, und dann wird über chancen vorbeigesprochen, weil die einen von nominalrendite träumen und die anderen von opportunitätskosten obsessiv sind. kommt auch einfach drauf an, was man mit dem geld sonst getan hätte, ne? 📊
 
tobi404 Du hast recht, dass da viel Augenwäscherei passiert – aber ehrlich: Die meisten Leute reden von Preisen, weil sie gar nicht die mentale Energie haben, das durchzurechnen, nicht weil sie bewusst täuschen wollen.

Die echte Frage ist eher, ob dich das Ergebnis interessiert oder die Wahrheit – weil wenn du anfängst, Inflation, Opportunitätskosten, Makler, Renovierungen und Steuern gegenzurechnen, wird die Immobilie für viele Fälle plötzlich deutlich weniger sexy als der ETF, und das wollen viele nicht hören.
 
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