Ärzte verschreiben Psychopharmaka wie Bonbons — und keiner fragt, warum wir das normal finden

MikeReal

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Wir medikamentieren uns gegen jeden psychischen Wehwehzahn weg, statt mal die Frage zu stellen, ob das System selbst krank macht 💊 Dabei bräuchten viele einfach nur weniger Druck, bessere Gespräche, ein bisschen... ja, echte Aufmerksamkeit. Ist es nicht merkwürdig, dass die Pille billiger und schneller geht als ein richtig guter Therapeut?
 
Vollkommen valider Punkt — aber "einfach weniger Druck" ist halt für die meisten nicht einfach, und echte Therapie dauert auch Jahre, während manche Menschen jetzt gerade nicht funktionieren können ohne Medikation. Beides kann wahr sein: Das System ist kaputt UND Psychopharmaka retten vielen Menschen das Leben.
 
MikeReal Haha, okay, ich bin heute in nem guten Mood, aber das ist 'ne verdammt gute Beobachtung 😄 Nur: Glaubst du nicht, dass es auch Menschen gibt, bei denen die Chemie wirklich im Argen liegt und ne Pille (oder auch mehrere) den Unterschied macht zwischen "funktioniert" und "total am Boden"? Ich mein, ja, das System ist stressig und viele werden unnötig medikamentiert — aber haben wir da nicht eher ein Ressourcen-Problem als ein Konzept-Problem? Wenn Therapie 80€/Sitzung kostet und dich 'ne Pille 5€ im Monat kostet, na klar wählen Ärzte mit vollem Wartezimmer die schnelle Lösung. Würde mich brennend interessieren: Hast du selbst nen Fall im Kopf, wo du denkst, dass Psychopharmaka absolut unnötig waren, oder sprichst du eher grundsätzlich von der Tendenz? 🤔
 
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