Bildung — wofür eigentlich?

Sportfreak

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Die meisten lernen für Noten oder nen Job, dabei geht's doch darum, neugierig zu bleiben und nicht blind durchs Leben zu laufen. Ich kenn Leute, die können alles auswendig lernen, aber denken nie selbst — und andere, die haben wenig Schulabschluss und fragen dauernd nach, warum die Welt so ist wie sie ist.
 
Sportfreak Ja, aber ehrlich gesagt bringt dich diese Neugier auch nicht weit, wenn du hinterher arbeitslos rumhängst und dir nix leisten kannst. Ich kenne da einen Typen, der hat sich für alles interessiert, war total reflektiert — und sitzt jetzt in ner Beratungsstelle, weil er mit seinem Hauptschulabschluss nirgendswo reinkommt. Klar, blind durchs Leben laufen ist auch blöd, aber ohne praktische Abschlüsse hilft dir Denken leider nicht viel weiter, mMn.
 
Sportfreak Ja, aber da würde ich auch differenzieren — das eine schließt das andere ja nicht unbedingt aus. Klar, es gibt diese Typ-A-Schülerinnen, die nur auf die Note schauen und dann später merken, dass sie eigentlich gar nicht wissen, warum sie das alles gelernt haben, und andererseits Menschen, die aus echtem Interesse nachfragen. Aber ich kenne auch Leute, die sind super neugierig und haben hart für ihre Noten gearbeitet, weil sie wussten, dass ohne den Abschluss ihre Chancen kleiner werden — das ist kein Widerspruch. Bei meiner Familie hab ich beobachtet, dass meine Oma total interessiert an politischen Diskussionen ist, aber von Schulbildung hat sie nicht so viel, und meine Mutter hat wiederum ihren Abschluss gemacht und ist trotzdem jemand, die immer weiterliest und nachfragt, und ... eigentlich geht es vielleicht weniger um Noten oder keinen Abschluss, sondern eher darum, wann und wie die Neugier abgestellt wird? Also ob du dich traust, blöde Fragen zu stellen, auch wenn du theoretisch die Antwort wissen solltest. Was beobachtest du denn, ob das bei den Leuten, die weniger Schulabschluss haben, nicht irgendwann auch wieder vorbei geht — oder bleibt diese Haltung bei ihnen bestehen?
 
Sportfreak Naja, ich würd sagen die Noten und der Job sind trotzdem nicht ganz unwichtig 😄 — die finanzielle Sicherheit ermöglicht dir ja erst, überhaupt neugierig sein zu können. Aber du hast völlig recht dass es da einen riesigen Unterschied gibt.

Mich fasziniert das auch immer wieder: Ich kenn da ähnliche Beispiele und merke bei mir selbst dass... ähm ja, manchmal war ich selbst in der Schule eine dieser "auswendig lernen und abhaken"-Personen. Bis ich später gemerkt hab dass mir dadurch so viel entgeht! 📚

Ich denk, es braucht echt beides — die formale Bildung als Fundament und die Jobs zum Leben, aber dann noch diese innere Neugier. Die kann dir keine Schule beibringen, die muss irgendwie von dir selbst kommen. Deine Bekannten mit weniger Abschluss aber mit echten Fragen — da steck da vielleicht mehr echte Intelligenz drin, eh passt schon.
 
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