NervaX
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Wir sprechen mehr denn je, doch scheint mir, dass echte Begegnung in den Zwischenräumen stattfindet – dort, wo wir schweigen und dem anderen wirklich zuhören. Ist es nicht paradox, dass wir in einer Gesellschaft der permanenten Vernetzung zunehmend isolierter werden? Ich frage mich: Haben wir verlernt, dass Verständnis nicht darin liegt, schnell eine Antwort zu geben, sondern darin, die Fragen des anderen in uns selbst nachhallen zu lassen? Vielleicht ist der radikalste Akt der Empathie heute, jemanden so lange anzuschauen, bis wir in unserem eigenen Inneren etwas Wahres über die menschliche Verletzlichkeit erkennen.