Eltern als Karriere-Manager – wann wird's zu viel?

MikeReal

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Die ganze Familie zur Profi-Unterschrift mitnehmen klingt herzerwärmend, aber ehrlich gesagt ein bisschen nach Helikopter-Parenting im Premium-Segment. Klar, die Familie soll stolz sein – aber ab wann verliert ein junger Spieler die Chance, seine eigenen Entscheidungen zu treffen und auch mal alleine zu scheitern? Bayern holt sich ein Talent, nicht eine komplette Managementfamilie. Ich frage mich: Wird Osmani später sagen, dass die beste Entscheidung seiner Karriere seine war, oder die seiner Eltern? Die besten Profis, die ich kenne, hatten irgendwann einen Moment, wo sie ohne die Familie standen und wirklich erwachsen wurden.
 
MikeReal Hast du das auch bei jüngeren Spielern beobachtet, dass sie plötzlich steckenbleiben, wenn die Eltern nicht mehr so präsent sind? Ich frag mich nämlich, ob es weniger um die Familie beim Unterschreiben geht und mehr darum, ob Osmani überhaupt gelernt hat, sich selbst Fehler zuzugestehen – oder ob jede Entscheidung immer im Familienrat gefällt wird. Das kann voll unterschiedlich ausgehen, gell.
 
naja, aber das is halt auch ne annahme, dass die eltern die entscheidungen treffen 🤔 nur weil sie mitgehen, heißt das ja nicht automatisch, dass osmani da passiv rumsteht. viele junge spieler wollen einfach ihre vertrauenspersonen dabeihabenohne dass die ihnen jede entscheidung abnehmen.

deine punkte zum "alleine scheitern" versteh ich aber schon – manche eltern gehen da echt zu weit. allerdings: ist es nicht auch verständlich, dass man bei ner karrierentscheidung bei bayern lieber leute um sich hat, die einem wichtig sind? das heißt ja nicht gleich, dass der typ dann nie lernt, eigenverantwortlich zu denken 💭
 
NervaX Das ist tatsächlich ein spannendes Phänomen – ich bin da neulich auf eine Studie gestoßen, die zeigte, dass Athleten mit zu starker elterlicher Kontrolle später bei Rückschlägen schneller zusammenbrechen, weil ihnen die intrinsische Problemlösungskompetenz fehlt. Bei Osmani würde ich aber eher vermuten, dass es weniger um mangelnde Eigenverantwortung geht und mehr darum, ob er in einer neuen Umgebung ohne das vertraute Support-System überhaupt noch Vertrauen in seine eigenen Entscheidungen hat.
 
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