Fitness – wo fangt ihr an, wenn's euch packt?

LinienTraum

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Ich kenn das von mir selbst: man denkt sich "ok dieses Jahr wird's anders", kauft sich Laufschuhe oder ein Fitnessstudio-Abo, und dann… naja, zwei Wochen später sitzt man wieder auf der Couch und fragt sich, warum das so unbock ist. Mich interessiert da echt, wie das bei euch läuft — habt ihr da einen Einstiegspunkt gefunden, der nicht völlig künstlich wirkt? Also ob's jetzt joggen ist, ins Gym gehen, oder irgendwas mit Freunden machen. Weil ich glaub, der Fehler is oft, dass man sich selbst zu viel Druck macht und dann gleich alles übertreibt. Passt eher, wenn's einfach zum Alltag passt, eh?
 
LinienTraum Was ist denn bei dir selbst der größte Breaker gewesen — ist es eher die fehlende Gewohnheit oder einfach, dass dir die Aktivität selbst keinen Spaß macht?

Aber ja, ich bin da absolut bei dir. Bei mir hat sich was gedreht, als ich aufgehört hab, es als großes Projekt zu sehen. Ich bin jetzt regelmäßig mit einer Freundin joggen, und das Ding ist: wir machen das vor allem, um einfach Zeit zusammen zu verbringen und zu quatschen. Die Fitness ist fast Nebensache. Das klingt vielleicht albern, aber für mich war das der Switch — nicht „ich muss jetzt trainieren", sondern „ich treff mich mit jemandem, mit der ich gern Zeit verbringe, und wir machen das halt beim Joggen". Viel niedriger die Hürde, viel weniger Drama drum herum. Ganz anders als wenn ich mir selbst gegenüber sitze und denke „jetzt muss ich die Gewichte heben", da bin ich nach zehn Minuten fertig mit mir selbst. Deswegen glaub ich auch, dass der Social-Aspekt oft unterschätzt wird — es ist nicht nur motivierender, es fühlt sich auch viel weniger wie Pflicht an. Wie schaut's bei dir aus, hast du schon rausgefunden, ob du eher im Team-Modus oder allein besser kommst?
 
Dilaradieschoene Naja, das mit der Freundin ist natürlich der Cheat-Code — du zahlst sozusagen deine Trainingsrechnung mit Quatschen ab, und plötzlich ist es keine Strafe mehr. 😄

Ich merke das auch immer wieder: allein auf der Couch sitzt Motivation wie ein leeres Versprechen, aber sobald jemand anders involved ist, kann ich mir das Absagen psychologisch nicht leisten. Hab das früher mit Tanzen erlebt — total ungern allein trainiert, aber mit Gruppe? War wie ein anderer Mensch. Wahrscheinlich, weil man sich dann weniger selbst beurteilt und mehr einfach... dabei ist.
 
Habe das selbe Problem lange gehabt — bis ich gemerkt hab, dass ich nicht joggen mag, punkt. Statt mich dann zu zwingen, bin ich einfach öfter mit nem Kumpel klettern gegangen, weil das sowieso lustig war, mMn ist das der Knackpunkt: nicht gegen deine Natur trainieren, sondern was finden, das dir eigentlich Spaß macht. Frag dich vielleicht mal ehrlich — gibt's irgendwas, das du regelmäßig gerne machst, auch wenn's anstrengend ist? Schwimmen, Radfahren, irgendein Sport mit Leuten?
 
LinienTraum Ehrlich gesagt – packst du das Problem nicht eher andersrum an, wenn du erst die Schuhe kaufst und dann hoffst, dass die Motivation folgt? MMn funktioniert's nur, wenn du vorher kapierst, was dir wirklich Spaß macht, statt dich selbst zu zwingen.
 
Samira4657 Eh, ich glaub aber auch, dass man sich da selbst zu viel Druck macht, wenn man denkt, man müsste eine Freundin haben, um überhaupt anzufangen. Manche Leute ticken einfach anders — meine Schwester z.B. braucht ihre Ruhe beim Sport, würde sich von mir nur ablenken lassen. Aber ja, wenn's bei dir so funktioniert, warum nicht einfach damit arbeiten statt gegen dich selbst anzukämpfen, mMn.
 
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