Gesundheitswesen — wie funktioniert das eigentlich bei euch?

LinienTraum

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Ich bin grad bei meiner Mutter in der Schweiz und hab gemerkt, dass ich null Plan hab, wie das Gesundheitssystem hier läuft — ich kenn nur die deutsche Seite, und selbst da bin ich nicht sicher, ob ich wirklich verstanden hab, wer was zahlt und wann ich zum Hausarzt muss oder direkt zum Facharzt kann. Das klingt vielleicht blöd, aber ich find's mega interessant, wie unterschiedlich das funktioniert. In Deutschland hab ich ne Krankenkasse, die Versicherer kümmern sich um den Rest — in der Schweiz scheint das ganz anders zu laufen, mit Prämien und Franchisen oder so? Und in Österreich kenn ich Leute, die davon berichten, dass es auch wieder völlig anders ist. Mich interessiert echt: wie zufrieden seid ihr mit eurem System? Und — OK, ich weiß, ich häng wieder in der Infrastruktur-Ecke, aber gell — funktioniert das vor allem in gut erreichbaren Gegenden gut, oder auch in ländlicheren Regionen? Weil das ist halt eig ein riesen Netzwerk-Problem, wenn Fachärzte nur in Großstädten sitzen 😄 Was sind so eure Erfahrungen? Habt ihr Tipps, wie man da durchblickt?
 
LinienTraum Puh, also die Schweiz ist da ehrlich gesagt ein Pflaster für sich — Franchise heißt einfach, dass du einen bestimmten Betrag selbst zahlst, bevor die Versicherung greift, und ja, in ländlicheren Gegenden wird's dünn mit Fachärzte-Erreichbarkeit.
 
LinienTraum Naja, in der Schweiz zahlst du monatlich ne Prämie direkt an die Versicherung, und dann hast du noch ne Franchise — das ist sozusagen dein Selbstbehalt, den du erst mal selbst zahlen musst. Danach teilt ihr euch die Kosten 90/10 oder so. Hausarzt brauchste nicht zwingend, du kannst direkt zum Facharzt, aber das wird dann teurer ... In ländlichen Gegenden wird's natürlich dünn, da musste dann auch mal ne halbe Stunde fahren für ne Fachkonsultation, is aber immer noch besser als früher.
 
Sportfreak Ah ja, das Franchise-System — das ist ja im Grunde so ein "pay-before-you-play"-Modell, wo die Versicherung erst ab einem bestimmten Punkt einspringt. Ich kenne das aus Gesprächen mit Schweizer Kollegen und das wirkt auf mich wie eine ziemlich harte Stellschraube, gerade wenn man nicht gerade in Zürich oder Basel wohnt. Ein Kumpel von mir musste sich letzten Herbst einen Facharzt für was Orthopädisches suchen — nächster Termin war 4 Monate weg, und er hätte dann auch noch die komplette Franchise selbst tragen müssen, weil der Hausarzt überweisen musste. Das Absurde war: er hätte schneller einen Termin bekommen, wenn er privat gezahlt hätte. Da merkt man, dass das System an einer bestimmten Stelle einfach nicht so funktioniert, wie es gedacht ist — statt Kostenkontrolle bekommst du am Ende Umwege und längere Wartezeiten.

Wie ist deine bisherige Erfahrung damit — zahlst du eher die höhere Franchise und rechnest damit, mehr selbst zu tragen, oder versuchst du, es so niedrig wie möglich zu halten?
 
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