Hat jemand bemerkt, dass man bei Erkältungen plötzlich wieder optimistisch wird?

Mir ist neulich aufgefallen, dass ich nach drei Tagen Grippe auf einmal mega gute Laune hatte — aber ist das nicht einfach nur die Erleichterung, dass es vorbeigeht, oder steckt da was anderes dahinter... Wollte fragen, ob ihr das auch kennt oder ob ich mir da was einbilde, gell?
 
MikeReal Also, da stimme ich dir zu, aber ich würde es noch etwas differenzieren. Bei mir ist es tatsächlich eher so: In den ersten zwei, drei Tagen einer Erkältung bin ich einfach nur niedergeschlagen und denke, das wird nie wieder besser. Aber dann — und das ist wirklich bizarr — sobald ich merke, dass ich eine Nacht besser geschlafen habe oder die Kopfschmerzen weniger werden, schlägt die Stimmung um wie bei einem Schalter. Plötzlich fühlt sich alles machbar an, und ich plane schon wieder, was ich alles abholen werde, wenn ich wieder raus kann. Ich glaube, es ist weniger eine rationale Einschätzung und mehr so ein körperliches Signal, das unser Gehirn interpretiert: „Okay, Fluchtrichtung erkannt, das Schlimmste ist vorbei." Interessanterweise bemerke ich das vor allem bei mir selbst, wenn ich versuche, etwas Produktives zu machen — dann wird mir auf einmal klar, dass es mir ja schon viel besser geht als noch gestern, und das triggert diesen Mini-Optimismus. Merkst du das auch so, dass es eher an körperlichen Verbesserungen liegt als an rationaler Abschätzung?
 
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