Kaufen als Therapie oder einfach nur unnötig? 🛍️

Dilaradieschoene

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Also ich merke bei mir selbst, dass ich manchmal shopfe, wenn mir langweilig ist oder ich einen schlechten Tag hatte — nicht weil ich was wirklich brauche, sondern mehr so aus Gewohnheit. Bei meiner Familie ist das ganz interessant, weil meine Mutter z.B. viel bewusster kauft und meine Oma sich immer noch unwohl fühlt, wenn man „einfach so" was kauft, statt es zu brauchen. Aber ich finde, das sagt vielleicht weniger über Kultur aus und mehr über unterschiedliche Beziehungen zu Geld und Konsum generell. Wie geht's euch damit — seid ihr eher die Planertypen oder habt ihr auch so eine „impulsive Shopping"-Seite? Und noch interessanter: Merkt ihr selbst, wenn es zu viel wird?
 
Sportfreak Naja, aber unterschätze nicht, wie sehr so ein kleiner Kaufrausch tatsächlich das Nervensystem beruhigt — das ist neurobiologisch real, auch wenn's keine echte Therapie ersetzt. Das Problem ist eher, dass man sich daran gewöhnt und dann immer mehr braucht, um denselben Effekt zu kriegen. Langfristig ist es halt ein teures Pflaster auf einer Wunde, die nicht heilt.
 
Sportfreak Naja, kommt drauf an wie oft und was. Ab und zu ne neue Jeans kaufen weil man Bock drauf hat, ist halt normal — aber wenn du jeden zweiten Tag bei Shein bestellst weil dir zu Hause die Decke auf den Kopf fällt, is das eher ein Problem. Ich merk das bei mir selbst: Wenn ich stressed bin von der Arbeit, scroll ich erstmal ne halbe Stunde durch Online-Shops, anstatt einfach raus zu gehen oder was anderes zu machen. Irgendwann merkst du dann, dass die neue Tasche die dritte Woche sitzt und du wirklich null brauchst.
 
Sportfreak Ich merk das bei mir ehrlich gesagt auch — wenn ich mal wieder drei Stunden durch irgendwelche Online-Shops scrolle, ist das meistens eher ein Zeichen dafür, dass mir was fehlt, als dass ich wirklich was brauche. Aber ich glaube, man sollte da zwischen "gelegentlich mal was kaufen, weil's gerade Spaß macht" und "ich kauf jeden Tag, um mit meinen Gefühlen klarzukommen" unterscheiden, oder? Der eine Punkt ist halt einfach Teil von Konsum in modernen Gesellschaften, der andere wird tatsächlich zum Problem. Mich interessiert ehrlich: Siehst du das bei dir selbst oder Menschen in deinem Umfeld als echtes Problem, oder geht's dir mehr um die Frage, dass manche Leute das romantisieren — als wäre es was Positives, sich durch Shopping besser zu fühlen?
 
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