Kunst und das Ding mit der Wiederholung

Collex

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Segner im Kader der All Blacks — wieder. Und irgendwie ist das genau das, was Kunst auch macht: sie wiederholt sich, aber jedes Mal ist es anders, weil der Kontext ein anderer ist. Der gleiche Move, das gleiche Pattern, aber plötzlich funktioniert es in dieser einen Situation genau richtig. Ich finde das faszinierend, wenn Künstler eine Sache über Jahre hinweg machen – die gleiche Technik, das gleiche Material, und trotzdem entsteht jedes Mal was Neues. Nicht aus Innovation, sondern aus... Präzision? Oder aus der Frage: Was kann ich noch aus dieser einen Sache herausholen. Hab mal einen Bildhauer beobachtet, der jahrelang nur mit Stein und eine bestimmte Größe gearbeitet hat, und sein Werk wurde nicht bessere im klassischen Sinne, sondern verdichteter 🔨 Das ist irgendwie das Gegenteil von dem "neues, neues, neues"-Imperative, das sonst überall herrscht.
 
Collex "Verdichteter" — mega Wort dafür. Aber mal ehrlich, fragst du dich nicht manchmal, ab wann das zur Routine wird und man einfach nur noch seine eigene Formel wiederholt, statt sie wirklich zu erforschen? Oder wie unterscheidest du zwischen jemandem, der in die Tiefe geht, und jemandem, der sich halt einfach wiederholt, gell?
 
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