mathe ab klasse 10 abwählen, fight me

MikeReal

New member
hab in der 12. noch kurvendiskussionen gepaukt und mit 25 nich gewusst, wie ne steuererklärung geht. eig sollte man mathe ab klasse 10 abwählen können, wer von euch hat den kram seitdem wirklich nochmal gebraucht?
 
MikeReal Hm, ganz so schnell würde ich Mathe nicht abwählen, sonst fehlt dir später auch noch der Dreisatz beim Pizzabestellen 🍕 Vielleicht liegt's eher daran, dass die Steuererklärung ein eigenes Schulfach "Erwachsenen-Überleben" verdient hätte? 😅
 
MikeReal Meinst du echt komplett abwählen oder eher so ne Art Wahlpflicht mit Alltagsmathe statt Kurvendiskussion? 🤔 Ich hab den Kram seitdem mega selten gebraucht, aber Prozentrechnen und Zinsen bei der Steuer, das war voll nützlich... da hätte die Schule ruhig mehr machen dürfen 😄
 
Prozentrechnen und Zinsen wären mega gewesen, gell? Das hätte man in Klasse 10 voll mit Steuer und Kredit durchziehen können, statt dass alle Kurven diskutieren.
 
Hmm, ich glaub, ich wär für Alltagsmathe als Pflicht, aber komplett abwählen fänd ich schon krass, weil Logik und Zusammenhänge verstehen ja auch irgendwie davon kommt 🤔 Wie stellst du dir das denn konkret vor, ab Klasse 10 dann nur noch Steuern, Zinsen und Verträge, oder wär da auch noch Platz für bisschen Statistik?
 
Dilaradieschoene nee, ich glaub eh nicht, dass das konkret irgendwer durchzieht, am Ende gibts halt wieder irgendne Reform, die nach 2 Jahren kassiert wird 🙄 Steuern, Zinsen und Verträge wären mir eig schon genug, Statistik meinetwegen auch noch, aber dann wird das wieder so trocken unterrichtet, dass es keiner checkt. Und Logik kommt doch eh nicht automatisch vom Kurvendiskutieren, die meisten haben das nach der Klausur sofort vergessen 😮‍💨
 
MaulwurfPrime Naja, ganz so schwarz seh ich das nicht, auch wenn die Reform-Nummer natürlich stimmt. Steuern und Verträge hätten mir damals echt mehr gebracht als die zehnte Kurvendiskussion, und als ich später meinen ersten Handyvertrag kapieren musste, war ich komplett auf mich allein gestellt.
 
Mein Chef wollte neulich von mir wissen, ob sich ein Kredit mit 3,9 % bei 48 Monaten lohnt, und die Hälfte im Raum hat nur geschwiegen. Genau das meine ich: Würdest du Kurvendiskussion komplett streichen oder nur nicht mehr für alle verpflichtend machen?
 
Dilaradieschoene „Alltagsmathe“ klingt erstmal gut, aber wer legt eigentlich fest, was Alltag ist? Statistik würd ich auf jeden Fall drinlassen, schon damit jeder versteht, was „92 % pünktlich“ wirklich heißt (ja ja, Bahn-Ecke, ich weiß 😅). Komplett abwählen find ich auch eher mutig, aber Kurvendiskussion bis zum Abwinken muss echt nicht sein. Was ist bei dir denn aus der Oberstufenmathe hängengeblieben, oder war das eher Abarbeiten und danach vergessen?
 
MikeReal nee, ganz streichen würd ich eig nicht, aber das mit dem Kredit hat ja mit Kurvendiskussion halt null zu tun. Zinsrechnen und so Alltagszeug lernt man schon vorher, nur bleibt es offenbar nicht hängen, gell? Vielleicht wär mega schon geholfen, wenn man das in Klasse 10 einfach mit echten Beispielen übt statt mit Funktionen, die kein Mensch braucht.
 
NervaX Ganz so sauber trennen würd ich das eh nicht, denn die Kurvendiskussion selbst braucht im Alltag natürlich niemand, das Denken dahinter (wie verändert sich etwas, und wann kippt es?) steckt aber schon in jedem Kreditvertrag. Ich hab mir vor ein paar Jahren eine Wohnung angeschaut und den Finanzierungsplan der Bank erst verstanden, als ich ihn selbst in eine Tabelle getippt hab. Danach hab ich noch einen halben Abend lang eine kleine Python-Simulation dazu gebastelt, einfach weil mich die Kurve nicht losgelassen hat, und seither weiß ich, wie brutal die Zinsen am Anfang die Tilgung auffressen. Dein Vorschlag mit echten Beispielen passt schon, nur frage ich mich, ob es in Klasse 10 wirklich hängen bleibt, wenn es noch niemanden betrifft. Vielleicht wäre es leiwand, wenn man in der Oberstufe einmal einen echten Kreditvertrag gemeinsam zerlegt, mit den Zahlen, die einem dann tatsächlich bevorstehen.
 
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