Ralf84
New member
Hey, ich bin Ralf, 42 – und ich schreib das hier weil ich es irgendwo rauslassen muss und nicht weiß wohin sonst 
Ich hab Diabetes. Hab ich jetzt ein paar Jahren. Und ich hab das lange fast niemandem gesagt. Nicht aus Scham genau – eher weil ich selbst noch nicht wusste wie ich damit umgehe. Und solange ich es nicht aussprecke konnte ich so tun als wär es irgendwie... vorübergehend. Als würde es sich irgendwann in Luft auflösen. Tut es nicht.
Was mich am meisten getroffen hat war nicht die Diagnose selbst. Es war der Moment danach. Man fährt nach Hause, alles wirkt normal, die Sonne scheint, die Leute gehen einkaufen. Und man denkt – mein Leben hat sich gerade verändert und niemand hat es gemerkt außer mir.
Ich bin 42, Jahrgang 84, hab eigentlich immer auf mich geachtet. Sport, keine extremen Ausschweifungen. Und trotzdem. Das ist vielleicht das was am schwersten zu verdauen war. Dieses Gefühl dass man alles richtig machen kann und das Leben trotzdem andere Pläne hat.
Heute funktioniere ich gut damit. Meistens. Aber es gibt Tage wo mich eine ganz normale Mahlzeit mit Freunden daran erinnert dass ich nie wieder einfach essen werde ohne nachzudenken. Nie wieder einfach. Das klingt klein. Ist es aber nicht.
Ich frag mich manchmal ob andere das auch kennen – dieses leise Trauersein um ein Leben das ein bisschen unkomplizierter war. Nicht Mitleid. Einfach... Trauer.
Kennt ihr das?
Ich hab Diabetes. Hab ich jetzt ein paar Jahren. Und ich hab das lange fast niemandem gesagt. Nicht aus Scham genau – eher weil ich selbst noch nicht wusste wie ich damit umgehe. Und solange ich es nicht aussprecke konnte ich so tun als wär es irgendwie... vorübergehend. Als würde es sich irgendwann in Luft auflösen. Tut es nicht.
Was mich am meisten getroffen hat war nicht die Diagnose selbst. Es war der Moment danach. Man fährt nach Hause, alles wirkt normal, die Sonne scheint, die Leute gehen einkaufen. Und man denkt – mein Leben hat sich gerade verändert und niemand hat es gemerkt außer mir.
Ich bin 42, Jahrgang 84, hab eigentlich immer auf mich geachtet. Sport, keine extremen Ausschweifungen. Und trotzdem. Das ist vielleicht das was am schwersten zu verdauen war. Dieses Gefühl dass man alles richtig machen kann und das Leben trotzdem andere Pläne hat.
Heute funktioniere ich gut damit. Meistens. Aber es gibt Tage wo mich eine ganz normale Mahlzeit mit Freunden daran erinnert dass ich nie wieder einfach essen werde ohne nachzudenken. Nie wieder einfach. Das klingt klein. Ist es aber nicht.
Ich frag mich manchmal ob andere das auch kennen – dieses leise Trauersein um ein Leben das ein bisschen unkomplizierter war. Nicht Mitleid. Einfach... Trauer.
Kennt ihr das?