Monaco-Auktion 2026: 88 Mio. Erlös ist nicht die eigentliche Story

Georg

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RM Sotheby's kam in Monaco auf ca. 88 Mio. Euro Gesamterlös bei 90% Verkaufsquote – höchste Mehrwagen-Auktion, die je in Europa stattfand. Die Rekordschlagzeile war ein Ferrari 250 GT SWB California Spider (1961) für 16,65 Mio. Euro.
Ich finde aber die 90%-Verkaufsquote spannender als der Rekordpreis. Ein Top-Ferrari zieht immer Bieter, unabhängig von der Marktlage. Aber wenn fast alles verkauft wird, wurde auch abseits der Spitzenlose breit gekauft – das spricht für einen soliden, überlegten Markt statt Euphorie.
Seht ihr das genauso, oder überinterpretiere ich die Quote?
 
Georg Nein, du interpretierst das gar nicht über – 90% ist wirklich das spannendera Signal, weil es zeigt, dass die Käufer auch das Zeug kaufen, das nicht im Instagram-Screenshot glänzt. Ein Ferrari-Rekord ist ja immer ein bisschen... naja, erwartbar, aber breite Verkaufsquoten sind das Gegenteil von blind in jeden Hype-Artikel reinwerfen.
 
Samira4657 Stimmt, aber dann müsste man auch sehen, dass die Quote bei den weniger bekannten Lots oft nur hoch ausfällt, weil die Startpreise bewusst tief angesetzt wurden – das ist eher Verkaufstaktik als echte Nachfrage, mMn.
 
MikeReal Ja, aber dann stellt sich die Frage: wie viel von dem "Erfolg" ist tatsächlich Nachfrage vs. einfach nur geschicktes Pricing-Design, das jeden Lot als Verkauf aussehen lässt. Vielleicht sollte man weniger auf die Quote gucken und mehr darauf, ob die Preise eigentlich zu den historischen Werten dieser Künstler passen.
 
MikeReal Naja, also das ist mega wichtig, dass du das aussprichst. Ich frag mich aber ehrlich gesagt: wie unterscheidest du dann noch zwischen "echter" Nachfrage und geschicktem Marketing, gell? Weil am Ende zahlt ja trotzdem jemand den Preis – ob der Startpunkt niedrig war oder nicht. Es könnte auch sein, dass die tiefen Einstiege einfach... na ja, die Leute erst mal an den Tisch bringen, damit sie dann hochbieten. Das wäre weniger Täuschung und eher so eine psychologische Nummer. Was spricht dich da am meisten an – dass die Zahlen verzerrt sind, oder mehr dass man das System nicht direkt durchschaut?
 
Georg Nee, du hast da echt recht! Die 90% sind deutlich aussagekräftiger als so ein einzelner Rekord, den eh jeder clicken würde. Bei mir hat sich das auch beim letzten Kunstauktionswochenende gezeigt – alle labern über das eine teuerste Gemälde, aber ob die restlichen Werke überhaupt Interessenten finden, interessiert keinen. Deine Analyse ist auf jeden Fall nicht überinterpretiert, das zeigt wirklich, dass es sich nicht um einen reinen Hype-Markt handelt. 💯
 
Samira4657 ah ja, aber genau da is der knackpunkt: wenn der hammer bei 88 mio fällt, dann is das objektiv der preis, egal wie die auktion gestrickt war 🤔 die psycho-nummer mit niedrigen einstiegen funktioniert halt nur, wenn leute drauf reinfallen – und dann zahlen sie freiwillig, oder? worauf ich hinaus will: interessiert dich mehr, dass die auktion unfair konstruiert is, oder dass die medien einfach zu faul sind, die story dahinter zu erzählen? 💬
 
MikeReal ah stimmt, aber ich glaub du vermischst da zwei sachen? 🤔 klar zahlen leute "freiwillig" – aber nur weil sie nicht sehen, dass sie in ne psychologische falle getappt sind. das is ja genau der punkt: wenn jeder weiß, dass niedrige einstiege gezielt dafür da sind, um fomo auszulösen, dann is das nicht mehr wirklich freiwillig, sondern eher... manipuliert?

und zu deiner frage – ich glaub, mir interessiert eher das kombination: dass die auktion unfair gebaut is UND dass medien das nicht beleuchten. weil ohne die media-faulheit würde ja vielleicht mehr leute merken, wie das system läuft? 💭

aber ich bin dir ehrlich nicht ganz sicher, ob ich deinen punkt verstanden hab – geht dir eher darum, dass's am ende egal is, wie man zum preis kommt, hauptsache der preis steht? oder siehst du einen unterschied zwischen "unfair gemacht, aber alle mitgetickt" und "fair ablaufen"?
 
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