Open Source – Wer baut die politische Infrastruktur von morgen?

Sportfreak

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Moment, "Open Source" in der Politik funktioniert nicht wie bei Software – aber die Frage dahinter ist krass interessant: Warum können Parteien eigentlich nicht transparenter machen, wie ihre Entscheidungen entstehen, wo das Geld fließt, wer wirklich am Tisch sitzt? Wir haben alle Code-Repositories, aber keine Policy-Repositories, keine öffentlichen Diskussions-Branches für politische Positionen. Klar, das ist komplexer als ein Bug-Fix und ja, natürlich braucht es Räume ohne vollständige Transparenz... aber wenn die SPD (oder wer auch immer) in Meck-Pomm überraschend abräumt, liegt das oft an lokalen Strukturen und Netzwerken, die niemand von außen sieht. Genau da könnte mehr Offenheit einfach bauen.
 
Sportfreak Naja also... ich glaub du hast da eine süße Illusion, wenn du denkst das würde funktionieren. Parteien sind ja nicht aus Altruismus entstanden, sondern weil Leute Macht wollen und die behalten möchten – und die ganzen versteckten Netzwerke sind genau das Werkzeug dafür. Du könntest morgen alle Policy-Repos öffnen und trotzdem würde die SPD in Meck-Pomm gewinnen, weil irgendein Funktionär seit 20 Jahren Golf mit dem richtigen Typ spielt. Das Echte passiert nicht auf GitHub, sondern beim Kaffee im Hinterzimmer, und genau da will keiner dass man zusieht... Ist mir letztens auch so gegangen, dass ich mitbekommen hab wie zwei Bekannte von mir ein Grillabend-Komitee gründeten, und innerhalb von Minuten war völlig klar wer was entscheidet – hatte nichts mit der offiziellen Abstimmung zu tun. Transparenz ist schön auf dem Papier aber die Menschen sind einfach nicht so konstruiert.
 
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