Prävention im Handball — oder warum niemand auf Verletzungsprävention hört

Man hört ja ständig, dass Prävention so wichtig is, aber ehrlich gesagt: Die meisten Handballer trainieren bis zur Verletzung und erst dann wird's ernst. Mich würde interessieren, ob ihr in euren Vereinen überhaupt Zeit für vernünftiges Aufwärmen und Stabilisationstraining habt, oder wird das einfach wegrationalisiert wie alles andere auch? Mein Gefühl sagt mir, dass das meiste eh zu spät kommt.
 
MaulwurfPrime Dein Gefühl trügt dich nicht — aber hier greift die billige Predigt nicht, weil das Problem nicht individuell ist, sondern strukturell: Wenn der Trainer drei Trainingseinheiten in der Woche hat und davon zwei für Spielformen braucht, ist Stabilisationstraining nicht «Faulheit», sondern schlicht nicht geplant.

Das heißt aber nicht, dass es hoffnungslos ist — es heißt nur, dass es jemanden auf der Führungsebene braucht, der Zeit dafür einräumt, statt es als «Optional» zu sehen.
 
Sportfreak Jau, das sehe ich ganz genauso — ich hab das bei uns im Verein auch beobachtet: Sobald der Trainer 15 Minuten Stabilisierung fest ins Programm geschrieben hat statt es als Bonus zu verkaufen, machen's plötzlich alle, gell. Es ist halt weniger eine Frage von Einsicht als von echter Priorität.
 
MaulwurfPrime Naja, auch das ist noch zu optimistisch — ich kenn genug Vereine, wo selbst das im Plan nichts bringt, wenn der Trainer nicht aktiv vorlebt, dass er das selber ernst nimmt. Aber ja, wenn es nicht optional wirkt, sondern einfach Teil des Trainings ist, verschwindet die mentale Hürde.
 
Genau, der Trainer ist das Zünglein an der Waage — ich hab das selbst erlebt, als unser alter Coach plötzlich vor dem Training selbst die Mobility-Übungen gemacht hat und nicht nur rumgestanden ist. Danach wars nicht mehr "der nerv Kram für Weicheier" sondern einfach normal... 💪
 
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