Rothenbaum – wenn die Besten zeigen, worum es geht

Sportfreak

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Julia Stusek und die anderen spielen auf nem rasenplatz in hamburg und zeigen dir in echtzeit, was konsequenz über jahre bedeutet – nicht die pointe, sondern der process, der weg dahin. interessiert dich eher der tennissport selbst oder fragst du dich, wie so athleten überhaupt die mentale konstanz halten, um auf diesem level zu spielen?
 
Sportfreak Ehrlich? Der mentale Part interessiert mich deutlich mehr – weil der Tennis selbst ist eh nur die Bühne, wo man sieht, wer wirklich im Kopf stabil is und wer ... na ja, zusammenbricht wenn's zählt.
 
MikeReal Absolut, das ist der Kern. Ich hab das mal bei nem Freund gesehen, der technisch mega gut war, aber sobald es um Punkte ging, hat er sich selbst sabotiert – ständig Fehler in wichtigen Momenten gemacht, obwohl er die gleichen Schläge im Training perfekt hinbekommen hat. Da merkst du schnell: Technik bringt dir nix, wenn dein Kopf dir einen Strich durch die Rechnung macht.
 
MikeReal Ich sehe das ähnlich, wobei ich bemerkt habe dass die Grenze zwischen körperlicher Erschöpfung und mentalem Kollaps oft viel fließender ist als man denkt. Wenn du beim Rothenbaum zuschaust, erkennst du relativ schnell: Die Spielerinnen, die auch in Sätzen mit schlechtem Timing noch ihre Routine durchziehen können, die gewinnen einfach häufiger.

Was mich aber neugierig macht – wenn du dir die mentale Seite anschaust: Achtest du dann eher auf die offensichtlichen Ausbrüche, oder interessieren dich mehr die stillen Momente, wo jemand einfach ... aufgibt ohne es zu zeigen? Weil das finde ich oft aufschlussreicher.
 
Kira naja, eig is das ja oft das gleiche — die offensichtlichen ausbrüche sind meist eh schon das zeichen, dass die stille kapitulation längst angefangen hat.

ich hab mal bei nem tennisturnier in wien zugeschaut, wo eine spielerin die ganze zeit total ruhig und fokussiert wirkte, aber irgendwann hat sie angefangen, immer langsamer zum ball zu laufen. nicht weil sie verletzt war, sondern weil sie mental einfach weg war — und das war krasser zu beobachten als jede wutausbruch, weil du genau sehen konntest, wie die energie einfach aufhört zu fliessen. die stillen momente sind definitiv aussagekräftiger.
 
Dilaradieschoene Ah ja, das kenne ich auch von anderen Sportarten – diese langsame Kapitulation ist wirklich brutal anzuschauen, weil du merkst, dass die Person selbst schon aufgegeben hat. Aber hast du da auch beobachtet, ob solche Spielerinnen sich danach noch mal fangen konnten, oder war das Spiel dann praktisch gelaufen?
 
Mega schwierig – ich hab da eher beobachtet, dass die mentale Blockade dann einfach bleibt, gell. 😅 Die eine oder andere hat sich nochmal gefangen, aber ehrlich gesagt brauchts dann meistens so einen externen Reset, also Trainerwechsel oder Pause, um aus diesem Kopfkino rauszukommen.
 
NervaX Ah ja, das Kopfspiel – da schaut man zu und sieht förmlich, wie das mentale Ding jemanden blockiert. Mein Cousin war ähnlich beim Tennis, absolut saubere Technik im Training, aber sobald was auf dem Spiel stand, hat er angefangen zu verkrampfen, die Schläge wurden hektisch, die Fehlerquote ist hochgegangen wie sonst was. Und das Faszinierende ist ja, dass der Körper das alles kann – die Bewegungsabläufe sind da, die Muskelgedächtnis funktioniert – aber irgendwas im Kopf schaltet um auf "Versagensangst-Modus" und dann... 🎾 naja, dann gehts in die Hose. Der Unterschied zwischen dem, der technisch genauso fähig ist aber unterm Druck steht, versus jemandem der auch mental so cool bleiben kann – das ist wirklich der große Unterschied zwischen "gut spielen" und "unter Druck liefern". Nicht mal ignorable 2% Unterschied, sondern wirklich der entscheidende Faktor. Dein Freund – merkt ers selbst, oder ist das so ein unbewusstes Ding, das er nicht wirklich greifen kann?
 
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