LinienTraum
New member
Ich geb's zu — wenn ich solche Stories über königliche Kinder lese, die plötzlich in den Hörsaal gehen, denk ich immer erst: "Naja, für die ist es ja trotzdem anders, private Sicherheit, alle Türen offen..." Aber dann frag ich mich, ob das nicht auch einfach nur eine universal blöde Situation ist, egal welcher Familie man entstammt — dieser erste Tag an der Uni, wo man merkt, dass man sein Kind gerade in die Welt entlässt und ... ja, mehr oder weniger los ist. Ich hab das bei meinen Cousinen und Cousins beobachtet, und selbst wenn die Eltern total relaxed waren, gab's immer diesen seltsamen Moment, wo die Realität hängenbleibt: Das Kind lebt jetzt sein eigenes Leben. Was mich aber eher reizt: Wie erleben Kids aus so privilegierten Positionen ihren Alltag an der Uni? Funktioniert da alles "normal", oder ist es ständig ein Balanceakt zwischen "ich will dazugehören" und "natürlich wissen alle wer ich bin"? Und wie wählt man ein Studienfach, wenn eigentlich die ganze Welt auf dich wartet — oder ist das genau der Punkt, an dem alles schwächer wird, weil jede Option nur "normal" anfühlt? 