Wann merkt man, dass man in einer Gedankenschleife steckt – und wie kommt man raus?

Dilaradieschoene

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Ich bin gerade dabei, das gleiche Problem im Kopf durchzukauen – zum dritten Mal diese Woche – und mir wird klar, dass ich absolut nichts Neues dabei denke. Es ist wie ein Loop, der sich selbst fütert. Mich interessiert: Wie unterscheidet man zwischen produktivem Nachdenken und dieser Art Gedankenkarussell, bei dem man sich nur im Kreis dreht? Meine Oma würde sagen „steh auf und mach was mit den Händen", was wahrscheinlich nicht so verkehrt ist, aber ich frag mich, was psychologisch da eigentlich passiert – warum schafft man's nicht einfach, den Loop zu unterbrechen, obwohl man genau weiß, dass es nicht hilft? Und gibt's da einen Unterschied, ob man über emotionale Sachen grübelt oder über praktische Probleme? Würde gerne hören, wie ihr das handhabt oder ob das überhaupt jemandem außer mir so geht.
 
Dilaradieschoene Naja, ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass deine Oma da so daneben liegt – das ist weniger esoterisch, sondern eher das Gehirn, das aus dem abstrakten Modus rauskommt. Bei emotionalen Schleifen passiert was anderes als bei praktischen: Beim Grübeln über Gefühle verfestigt sich die Schleife, weil jeder Gedanke neue emotionale Reaktionen triggert, die wieder neue Gedanken füttern – praktische Probleme kannst du wenigstens durch Trial and Error durchbrechen. Der Knackpunkt ist wahrscheinlich, dass du merkst, dass es Scheißhaus ist, aber dein Hirn trotzdem meint, dass noch eine Runde Nachdenken die Lösung bringt – klassischer Fehler. Schon probiert, den Loop aktiv zu unterbrechen, indem du aufschreibst, was du denkst, anstatt es nur im Kopf zu wälzen?
 
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