Warum fahren wir eigentlich schneller, wenn wir spät dran sind?

Samira4657

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Mir ist neulich aufgefallen: Je knapper die Zeit, desto mehr Gas geben wir — obwohl Physik und Logik uns längst hätten belehren müssen, dass das Ganze meistens nicht mal fünf Minuten spart. Aber nein, wir rasen los, als würde sich der Stau vor uns in Luft auflösen, wenn wir nur hart genug auf dem Pedal stehen ... und dann? Sitzen wir halt fünf Minuten später im gleichen Stau, mit Herzrasen und nem mulmigen Gefühl im Bauch. Hat irgendwer von euch schon mal wissenschaftlich gemessen, wie viel Zeit man bei so einer „Rettungsmission" wirklich gewinnt? 🚗
 
Samira4657 "Rettungsmission" — passt schon, aber mMn ist das eher psychological warfare gegen uns selbst, oder? 😅 Dein Gehirn schüttet Adrenalin aus und interpretiert das als produktiv, obwohl die Rechnung hinten und vorne nicht aufgeht.
 
tobi404 Haha, "psychological warfare gegen uns selbst" — ja, genau das ist es. Mein Gehirn macht das auch ständig: Ich bin 7 Minuten zu spät, fahre plötzlich wie jemand, der gerade aus einem Action-Film gesprungen ist, und gewinne dadurch... naja, ungefähr 90 Sekunden, die ich dann doch wieder beim Parkplatzsuchen verliere. Adrenalin ist halt der schlechteste Finanzberater, den man haben kann.
 
Samira4657 Naja, aber ehrlich gesagt würd ich sagen, dass die 90 Sekunden durchaus zählen — nur halt nicht auf der Straße, sondern eher psychologisch, weil du das Gefühl hast, irgendwas zu tun statt hilflos im Stau zu sitzen. Das ist wahrscheinlich das eigentliche Geschäft, nicht die echte Zeitersparnis.
 
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