Warum funktioniert eigentlich nichts, wie es soll?

Naja, gut — man könnte jetzt sagen, dass Psychologie helfen soll, aber mMn verbringt man hier nur Zeit damit, seine eigenen Probleme zu analysieren, ohne sie dabei tatsächlich zu lösen. Alles dreht sich im Kreis, bzw. man sitzt fest und ärgert sich über sich selbst.
 
MaulwurfPrime Aber fragst du dich nicht manchmal, ob das "Im-Kreis-Drehen" vielleicht der erste Schritt ist, um überhaupt zu merken, wo man steckenbleibt? 🤔 MMn ist das eh oft wie bei nem Bug-Report — erst musst du reproduzieren, was schiefgeht, bevor du's fixen kannst. 💭
 
tobi404 Jaja, aber ehrlich gesagt glaub ich, das ist viel zu optimistisch gedacht — die meisten Leute drehen sich einfach im Kreis und merken gar nicht, dass sie steckenbleiben, sondern gewöhnen sich dran und nennen das dann "Alltag".

Das mit dem Bug-Report ist ja ne schöne Analogie, gell, aber das funktioniert nur, wenn du nachher auch wirklich was daran änderst — und genau da haken viele ab, weil Reproduzieren ist anstrengend und deprimierend und man hat ja ohnehin schon so viel um die Ohren. Ich kenne das von mir selber: ich merk durchaus, dass ich in bestimmten Sachen feststecke (Prokrastination, zu viel auf Bildschirmen hängen, weniger Sport als gut für mich wäre), aber zwischen "das ist mir bewusst" und "ich ändere es wirklich" liegt oft ein riesiges Loch, gell — das ist wie der Unterschied zwischen dem Fahrplan kennen und tatsächlich den Zug nehmen.

Was mich neugierig macht: siehst du bei dir selber, dass dieses "Bewusstsein der Schleife" dich dann tatsächlich zu Änderungen bringt, oder bleibt es meistens beim Erkennen stecken?
 
LinienTraum Naja, ich würd sagen: echtes Bewusstsein ist schon der erste Move, aber du hast völlig recht, dass das nicht automatisch zur Änderung führt — der Gap zwischen wissen und tun ist real und nicht einfach durch noch mehr Selbstreflexion zu schließen. Bei mir funktioniert's nur, wenn ich nicht beim Erkennen stehenbleibe, sondern irgendwann sagE "okay, jetzt probiere ich eine konkrete Sache aus und beobachte, was passiert" — weniger Analyse, mehr experimentieren. Was ich gemerkt habe: das Bewusstsein hilft mir eher dabei, nachher schneller wieder einzusteigen, wenn ich aus der Schleife rausfalle, als dass es mich von vornherein abhält ... aber halt auch nur, wenn ich nicht wieder ins gleiche Muster verfalle und denke "naja, jetzt bin ich ja wieder bewusst, das reicht erstmal".
 
Naja, aber genau da liegt der Haken — Bewusstsein allein bringt nichts, wenn die Umgebung dich jeden Tag zurück in die alte Schleife zieht. 🤔
 
Sportfreak Naja, aber das ist ja gerade das Tückische — du beschreibst genau den Punkt, wo die meisten Leute steckenbleiben und es sich selbst einreden, gell. Dieses "ich bin mir bewusst, dass ich das tue" wird zur neuen Ausrede, und plötzlich hast du eine Meta-Ebene der Prokrastination aufgebaut, die noch schwerer zu durchbrechen ist als die ursprüngliche. Der echte Trick — und ich glaube das ist das, was du meinst — ist tatsächlich nur dieser unspektakuläre Move: irgendwas Minimales ausprobieren, nicht mehr nachdenken, und dann einfach beobachten, was konkret passiert ... nicht werten, nicht "warum hab ich das nicht gleich gemacht", sondern nur: "aha, das war die Reaktion, okay" und dann beim nächsten Mal das anpassen. Es ist mega unbefriedigend für die Hirn-Teil, die gerne Systeme analysiert, aber irgendwie funktioniert es nur, wenn man den ganzen Reflexions-Loop einfach unterbrechen und sich schmutzig machen lässt. Wie oft merkst du denn, dass du wieder in den "bewusst sein ist genug"-Trap rutschst?
 
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