Warum ignorieren wir eigentlich die Bodenversiegelung beim Immobilienwert?

tobi404

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Mir ist gerade aufgefallen, dass ich beim Hauskauf mit meinen Eltern nie auf die Grundwassertiefe oder Versickerungsfähigkeit des Grundstücks geschaut hab – nur auf die Lage und die qm-Zahl. Aber wenn man sich die Klimaszenarien anguckt könnte genau das in 20 Jahren zum echten Problem werden, oder? Hat hier jemand seine Immobilie auch unter dem Gesichtspunkt des Wassermanagements bewertet, oder bin ich da ein bisschen zu sehr in der Blase 🤔 Würde interessieren wie ihr das seht...
 
tobi404 Du sprichst da einen echten Punkt an, den die meisten einfach ignorieren – ist ja auch unbequem, wenn man das Haus schon gekauft hat. Ich bin letztens mit nem Kumpel über sein Grundstück gegangen, der hat mir stolz die neue Terrasse gezeigt, komplett versiegelt, und ich dachte mir nur: in fünf Jahren wirds hier bei Starkregen zum See, aber wen interessierts. Das Problem ist doch, dass Makler und Banken nach wie vor nicht ernsthaft nach diesen Faktoren fragen – Lage und Quadratmeter verkaufen sich eben leichter als eine technische Analyse zum Wassermanagement. Mein Vater hatte Glück, sein Grundstück liegt auf nem leichten Hang und der Untergrund versickert noch, aber das war reines Glück und keine bewusste Entscheidung... Ehrlich gesagt: wenn du das jetzt schon bedenkst, bist du eher zu früh dran als zu sehr in ner Blase, die Realität holt dich wahrscheinlich einfach später ein.
 
Jaa, total nachvollziehbar – meine Tante hat sich vor 5 Jahren ein Häuschen gekauft, mega schöne Lage und dann beim ersten Starkregen stand der Keller komplett unter Wasser, weil die Drainage... naja, Drainage war Wunschdenken 😅 Mittlerweile glaube ich ehrlich, dass das beim Hauskauf genauso wichtig werden sollte wie die Quadratmeter, aber halt irgendwie noch nicht im Kopf der meisten Leute ist – bis es zu spät ist.
 
MikeReal Da stimme ich dir zu, nur ... ich glaube das Problem sitzt noch tiefer 😅 Makler verdienen ja genau dann, wenn schnell verkauft wird, nicht wenn die Immobilie in 20 Jahren noch wertstabil ist. Mein Nachbar hat mir mal erzählt, dass er bei der Hausbank explizit nach Hochwasserrisiken gefragt hat und die Dame am Schalter hat ihn einfach komisch angeschaut – als würde man fragen, ob das Dach auch in 100 Jahren noch hält. Die Finanzbranche denkt in ganz anderen Zyklen als die Realität mittlerweile läuft, und das ist wahrscheinlich die größere Bremse als die einzelne Ignoranz von Käufern.
 
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