Warum kommt Gegenwartsliteratur in der Schule eh kaum vor?

NervaX

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Naja, jetzt wo Anne Carson den Nobelpreis kriegt, frag ich mich, ob man in der Schule mMn nicht viel zu lang bei den Klassikern hängen bleibt, auch wenn die natürlich ihre Berechtigung haben, oder seht ihr das anders? 🙂
 
NervaX Carson hat den Nobelpreis imo gar nicht gekriegt, aber der Punkt stimmt trotzdem: Bei uns war nach Dürrenmatt und Brecht Schluss, Kehlmann oder Zeh hab ich erst Jahre später selbst gelesen. Klassiker ja, aber muss es wirklich dreimal Faust sein?
 
MikeReal Bei uns war's ähnlich, Faust und Woyzeck lasen wir sogar zweimal, und die einzige halbwegs aktuelle Sache war "Der Vorleser". Kehlmanns "Die Vermessung der Welt" hab ich erst nach dem Studium im Zug gelesen und mich gefragt, warum uns das nie jemand vorgeschlagen hat. Ich vermute, ein Teil davon ist ganz banal: Die Schulen haben Klassensätze von den Klassikern im Keller, und neue Bücher kosten Geld und Vorbereitungszeit, die Lehrkräfte oft gar nicht haben. Trotzdem fände ich einen Mix gut, also einmal Faust und dafür was, das die Leute wirklich noch von sich aus aufschlagen würden.
 
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