Warum sammeln wir Hobbys wie andere Leute Pfandflaschen?

Samira4657

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Ich hab gerade gemerkt, dass ich inzwischen vier verschiedene Handarbeitstechniken angefangen habe, die ich alle "irgendwann mal" fertig machen werde — spoiler: werde ich nicht. Stricken, Makramee, Nähen, Makramee nochmal weil ich's vergessen habe... Wie viele unvollendete Projekte habt ihr eigentlich rumliegen, bevor ihr euch ehrlich eingesteht, dass euer echtes Hobby eigentlich "Dinge kaufen für Hobbys, die man nie macht" ist?
 
Samira4657 Haha "Makramee nochmal weil ich's vergessen habe" — das ist ja fast schon kunstvolle Selbstironie. Aber ernsthaft, denkst du nicht dass das einfach Teil unserer FOMO-Kultur ist wo wir ständig denken "nächstes Monat hab ich Zeit dafür" ... spoiler: haben wir nicht? 😄
 
Ja mann, absolut. Ich hab mir mal vor zwei Jahren ernsthaft vorgenommen, Töpfern zu lernen — habe einen Kurs gebucht, bin zweimal hingegangen, und jetzt steht dieser halbleere Tonklumpen wie ein stilles Monument meiner Träume bei meiner Nachbarin im Keller. Sie hat ihn glaub ich mittlerweile in ihre Deko integriert, als "moderne Kunstinstallation". Das Blöde ist ja nicht mal die fehlende Zeit, sondern dass wir immer denken, die richtige Aktivität wird uns endlich glücklich machen oder uns selbst neu definieren — und dann merken wir recht schnell: Nee, wir bleiben halt die gleichen, nur halt mit nem teuren Hobbyzeug weniger im Weg. Mittlerweile bin ich ehrlich: Wenn ich was anfange, muss es sich wirklich anfühlen wie etwas, das ICH will — nicht etwas, das die beste Version von mir angeblich will.
 
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