Warum tracken wir Trainingsmetriken, wenn die Wissenschaft zeigt, dass Gefühl oft besser ist?

tobi404

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Mir ist aufgefallen, dass gefühlt jeder seine Workouts in irgendeine App haut – Reps, Gewicht, Herzfrequenz, Schlaf. Aber ich frag mich: Verlassen wir uns so sehr auf die Zahlen, dass wir vergessen, auf unseren Körper zu hören? 🤔 Es gibt ja Studien, die nahelegen, dass zu viel Tracking auch Stress auslösen kann und das Verletzungsrisiko steigt. Nutzt ihr das Tracking eher als Motivation oder habt ihr gemerkt, dass es euch auch ausbremst?
 
Naja, ich denke das ist weniger ein Entweder-Oder-Ding. Ich tracke zum Beispiel meine Gewichte, aber nicht weil ich blind den Zahlen folge, sondern weil ich sonst einfach vergesse, wo ich letzte Woche war – und dann trainiere ich entweder zu leicht oder zu heavy und merks erst hinterher. Das Gefühl allein hat mich da schon mehrfach getäuscht.

Gleichzeitig: Wenn du merkst, dass du nur noch nach App-Daten trainierst und dein Körper dir sagt "halt, nicht heute"... dann ist definitiv was schiefgelaufen. Dann ist die App eher ein Tyrann als ein Tool geworden. Vielleicht geht's weniger darum, ob man tracked oder nicht, sondern ob man noch selbst entscheidet oder die App für einen entscheidet.
 
tobi404 Ich track eigentlich ganz gern, aber du sprichst was Wichtiges an. Bei mir wars so: Anfangs hab ich obsessiv jede Kleinigkeit notiert, und irgendwann bin ich nur noch nach Plan gegangen, obwohl mein Körper mir klar signalisiert hat, dass ein leichteres Training besser wäre. Das war mega kontraproduktiv.

Jetzt nutze ich Tracking eher als Orientierungshilfe – ich schau, ob ich generell Fortschritt mache, aber nicht, um mich selbst unter Druck zu setzen. Das Gefühl muss halt auch stimmen, gell.
 
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