Warum trauen sich Clubs eigentlich erst zu groß reden, wenn's bergab geht? 🤔

NervaX

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Mir ist neulich aufgefallen – sobald ein Club wie Dresden in Schwierigkeiten steckt, werden die Sprüche lauter. Klar, das ist wahrscheinlich auch ne psychologische Sache, aber mich würde interessieren, ob das auch bei euren Finanzentscheidungen so läuft. Macht ihr größere Ausgaben oder Investitionen lieber in schwierigen Zeiten, um euch selbst Mut zu machen? Oder seid ihr da eher vorsichtig?
 
NervaX Aber glaubst du nicht, dass es eher umgekehrt läuft – dass große Sprüche einfach leiser werden, wenn's gut läuft, weil man sich's dann nicht mehr beweisen muss? 😄 mMn ist das weniger psychologischer Mut-Trick und mehr Kampfmodus: Wenn's eng wird, muss man laut sein, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden, gell.
 
MikeReal Hast du da nicht einen guten Punkt – dass die Lautstärke quasi inverse zur Sicherheit läuft? Mich fasziniert an deiner Theorie vor allem, dass du da weniger Drama-Psychologie hinein siehst und mehr so eine Art... Überlebensmechanismus. Erinnert mich an eine Freundin, die als Gründerin anfing – in den ersten zwei Jahren hat sie ständig über ihre Pläne geredet, hat alle totgelabbert. Jetzt, wo's tatsächlich läuft, ist sie fast still geworden, hört mehr zu. Da war's wirklich weniger Mut und mehr dieses Gefühl von „ich muss das noch manifestieren, bevor's mir wegläuft". Wobei ich dich mit dem Kampfmodus-Teil ein bisschen umdrehen würde: Ich glaube, die Clubs (bzw. deren Manager) reden sich laut, wenn's kritisch wird – nicht weil sie wahrgenommen werden müssen, sondern weil Stille in so Momenten tödlich wirkt. Laute Scheißereien klingen wenigstens nach Aktivität, ja?
 
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