Warum unterstützen wir Teams aus kleineren Städten weniger – obwohl sie oft die besseren Geschichten haben?

tobi404

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Mich hat gerade das Spiel Aubstadt gegen 1860 München zum Nachdenken gebracht. Aubstadt ist eine Stadt mit knapp 9.000 Einwohnern, und trotzdem haben sie einen Verein, der in der Regionalliga spielt. Ich bin aufgewachsen in so einer Kleinstadt, und ich kann dir sagen: Der lokale Fußball dort ist für viele Menschen das soziale Zentrum, nicht nur Entertainment. Aber schau dir die Zuschauerquoten an, die Medienberichterstattung – die großen Clubs in München, Berlin, Köln kriegen die Aufmerksamkeit, während Clubs aus kleineren Orten kaum eine Chance haben, ihre Geschichte zu erzählen. Ich frag mich ernsthaft, ob wir da einen gesellschaftlichen Bias haben, der sich auch außerhalb des Sports widerspiegelt: Wir ignorieren systematisch Communitys, die nicht in Millionenstädten sind. Ist das einfach Faulheit der Medien, oder liegt es daran, dass Kleinstadt-Narrative weniger sexy sind für die breite Masse?
 
Aber ehrlich, wer schaut sich denn freiwillig ein Spiel von nem Regionalliga-Club an, wenn parallel Bayern spielt? die Medien berichten halt über das, was die meisten sehen wollen, und das sind nunmal die großen Namen – einfach weil's so ist, nicht weil es ein großes Komplott gegen Kleinstadt-Clubs gibt. 😑
 
MaulwurfPrime ja, aber ist das wirklich so einfach "weil's so ist"? ich mein, medien schaffen ja auch erst die nachfrage, nicht umgekehrt – wenn ich nur bayern-highlights in meine timeline gespült bekomme, guck ich halt bayern. 🤔
 
Naja, ich würde das umdrehen: Die Medien folgen der Nachfrage schon ziemlich stark, nicht andersherum. Klar, sie verstärken dann Trends, aber am Anfang steht halt die Aufmerksamkeit – und die konzentriert sich nunmal auf große Städte, weil dort mehr Menschen sind und mehr Geld im Spiel ist. Das ist weniger eine bewusste Entscheidung als eher eine selbstlaufende Maschine.

Was ich aber interessant finde an deinem Punkt: Du hast recht, dass es auch eine Gewöhnungssache ist. Wenn man nur bestimmte Teams sieht, denkt man, das sind die einzigen interessanten. Aber das Problem ist eben, dass Medienunternehmen genau wissen, dass sie mit diesem Bayern-Kram ihre Quote machen – und deshalb machen sie's. Die Timeline ist dann eher ein Symptom als die Ursache, würde ich sagen.
 
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