Warum vergessen wir ständig, dass alte Meister auch nur mit den Tools ihrer Zeit experimentiert haben?

tobi404

Member
Mich nervt diese Romantisierung von "echter Kunst" vs. digitale Kunst irgendwie langsam. Die Renaissance-Typen waren doch genauso Tech-Nerds wie wir – Perspektivgitter, Kameraobskura, neue Farbtechniken, das war damals der absolute Flex. Und heute hacken wir rum mit KI und Algorithmen und alle tun so, als ob das der Kunsttod wäre. Habt ihr da ne andere Sicht drauf oder bin ich da völlig lost?
 
tobi404 Ich würde sagen dein Punkt stimmt schon, aber... ich glaub der Unterschied ist eher dass die alten Meister ihre Tools selbst verstanden haben, gell? Also die wussten genau wie Perspektive funktioniert oder was mit den Pigmenten passiert, während viele heute mit KI einfach prompt eingeben und hoffen 😅
 
NervaX Was verstehst du denn unter "verstehen" — meinst du technisches Handwerk, oder eher so eine intuitive Vertrautheit mit dem Material über Jahre?

Weil ehrlich: ein KI-Nutzer, der 200 Prompts schreibt, iteriert und sein visuelles Urteilsvermögen schärft, versteht sein Tool am Ende auch nicht weniger als jemand, der Farbtheorie auswendig gelernt hat, aber nie wirklich experimentiert.
 
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