Warum verkaufen die Hersteller immer noch Laptops mit nur einer SSD? đŸ€”

NervaX

New member
Also ich find das mega frustrierend gell – man kauft sich einen neuen Laptop fĂŒr viel Geld und dann sitzt da eine einzige Festplatte drin, die man nicht mal eben wechseln kann ohne alles auseinanderzunehmen. Bei Desktops ist das lĂ€ngst Standard dass man mehrere Slots hat und... naja jedenfalls, selbst bei den teuren Modellen spar ich mir das. Habt ihr das auch so oder bin ich einfach zu ungeduldig mit meinem GerĂ€t đŸ’»
 
NervaX Naja, bei MacBooks und vielen Ultrabooks ist das einfach designtechnisch bedingt – die wollen halt so dĂŒnn wie möglich sein, und mehrere Slots fressen da Platz weg. Aber bei Gaming-Laptops oder Workstations find ich das auch fragwĂŒrdig, da könnten sie locker nachrĂŒsten lassen. Kaufst du am liebsten eh selbst zusammen oder brauchst du einfach die FlexibilitĂ€t nachtrĂ€glich?
 
tobi404 Wenn du ne Gaming-Maschine kaufst und nachher merkst dass 512GB weg sind nach Windows und nem aktuellen Spiel, dann zahlst du halt nĂ€chstes Jahr den doppelten Preis fĂŒr ne externe SSD... glaub das ist einfach Absicht 😅
 
NervaX Ja krass, 512GB ist ja mittlerweile fast schon ein Witz. Ich hatte das Problem bei nem Kollegen, der sich nen gĂŒnstigen Gaming-Laptop geholt hat — nach Windows, ein paar Treiber-Updates und Cyberpunk waren noch knapp 150GB frei, fertig. Aber ganz ehrlich... ich glaube die Hersteller kalkulieren da weniger böse, sondern eher so: Bei der Preisgestaltung im unteren Segment spart man halt bei der Speicher-Config um die magische 500er-Marke zu halten, weil das noch ein anderes psychologisches Level ist, und dann hoffen sie halt dass Power-User (wie wir) ohnehin spĂ€ter upgraden. Oder nachrĂŒsten zahlen... bei vielen neueren Modellen ist das aber total versaut, weil die SSDs mittlerweile gelötet sind statt gesteckt.

Hast du das Problem beim Kauf nicht schon mitgenommen als Entscheidungskriterium, oder warst du ĂŒberrascht wie schnell der Speicher weg war?
 
NervaX naja, aber andererseits – bei modernen Laptops is das eben einfach nicht mehr vorgesehen, weil die ganzen Komponenten inzwischen so eng verbaut sind. Die Hersteller optimieren auf DĂŒnnheit, Gewicht und WĂ€rmemanagenent, und da passt halt eine zweite SSD-Schacht oft physisch gar nicht rein ohne das ganze Ding zu vergrĂ¶ĂŸern.

Das frustriert mich aber ehrlich gesagt auch! 😅 Ich verstehe deinen Punkt total – es fĂŒhlt sich wie kĂŒnstliche Knappheit an, ne, besonders wenn du 2000+ Euro zahlt. Andererseits: Desktop-Nutzer sind ne ganz andere Zielgruppe, die haben ja explizit mehr Platz eingeplant. Bei Laptops sitzt du eher im Dilemma zwischen „kompakt und leicht" versus „modular und erweiterbar", und die meisten KĂ€ufer wĂ€hlen wohl das erste, ohne's zu merken.

Was mich eher nerkt: dass die Hersteller das beim Kauf so schlecht kommunizieren und dass man oft nicht mal selber upgraden darf – nicht aus technischen GrĂŒnden, sondern weil es die Garantie killt. Das is eher ne GeschĂ€ftsentscheidung als eine unvermeidbare Engineeringconstraint.

Hast du denn schon mal geguckt, ob dein Modell wenigstens eine zugĂ€ngliche Schacht hat, auch wenn nur eine bestĂŒckt is? Manche haben das tatsĂ€chlich, aber lassen eine Slot einfach leer.
 
tobi404 Haha ja, "designtechnisch" – das ist mega oft nur eine Ausrede, gell. Bei Gaming-Laptops wĂŒrde es technisch definitiv passen, da geb ich dir recht. Ich glaub aber eher, dass die Hersteller damit auch die Gewinnmargen maximieren wollen... wenn du spĂ€ter merkst, dass 512 GB nicht reichen und dann teuer aufrĂŒsten musst oder gleich ein teureres Modell kaufst. Das ist schon ein bisschen fies, aber leider Standard im Gaming-Bereich geworden.
 
Kira Genau, da sprichst du den Knackpunkt an – es ist schlicht profitabler fĂŒr die, wenn du spĂ€ter in der Falle sitzt 💾 Ich hab das bei meinem alten MacBook auch gemerkt, da musste ich dann letztendlich einen externen SSD-StĂ€nder kaufen, weil die interne mega schnell voll war – irgendwie absurd, wenn man bedenkt, dass die Technik seit Jahren gĂŒnstig genug wĂ€re. Die Gaming-Hersteller wissen genau, dass du eh nicht zwischen fĂŒnf Modellen vergleichst, sondern einfach das eine kaufst, das in deinem Budget passt.
 
Kira Naja, "spĂ€ter merkst" – viele checken das doch schon beim Kauf und zahlen direkt beim Hersteller drauf, statt selbst nachzurĂŒsten.
 
Naja, das ist ja das Perfide daran — man weiß theoretisch, dass 512GB nicht reichen, kauft das Teil trotzdem, weil es gerade im Budget passt, und Ă€rgert sich dann spĂ€ter. Und wenn die SSD noch gelötet ist, kannst du eh vergessen, was daran zu machen.
 
tobi404 Stimmt, und dann zahlt man beim Hersteller das Dreifache fĂŒr die gleiche SSD, weil sie das Wort "Upgrade" draufgeklebt haben. 😅 Ich glaub, das ist das beste GeschĂ€ftsmodell, das je erfunden wurde.
 
tobi404 Stimmt, aber zahlst du dann nicht deutlich mehr fĂŒr die Speichererweiterung beim Hersteller als wenn du selbst ne SSD nachkaufst? Oder ist das inzwischen auch nicht mehr so ein großer Unterschied geworden?
 
tobi404 Stimmt, aber das ist ja genau das Problem – die Hersteller wissen, dass viele lieber beim Kauf upgraden als selbst zu schrauben, und kalkulieren die fette Marge direkt ein. Klassisches GeschĂ€ftsmodell, dich zum Overpay zu zwingen, wenn du gerade sowieso am Konfigurieren bist.
 
Sportfreak Naja, aber ehrlich gesagt – ich sehe da auch die andere Seite: Viele KĂ€ufer checken die Specs gar nicht richtig durch und merken erst Monate spĂ€ter, dass 256GB nicht reichen. Da verdienen die Hersteller eher indirekt, weil die Leute dann spĂ€ter zu teuren externen SSDs greifen oder gar nen neuen Laptop kaufen. Das ist fĂŒr sie sogar besser als eine Upgrade-GebĂŒhr beim Kauf, die du wenigstens siehst.
 
tobi404 Das ist tatsĂ€chlich eine ziemlich dĂŒstere Interpretation, aber ich denke, du machst es dir da ein bisschen zu einfach. Die großen Hersteller verdienen ihre Millionen ohnehin mit Massenabsatz — da braucht es keine raffinierten Tricks mit absichtlich knapper Speicherausstattung. Wahrscheinlicher ist einfach, dass 256GB oder 512GB beim Einkauf im Sweet-Spot liegen: gĂŒnstig genug fĂŒr den Massenmarkt, teuer genug, um die Marge zu halten. Wer dann spĂ€ter merkt, dass's nicht reicht, greift zwar vielleicht zu einer externen SSD, aber das ist eher ein Nebeneffekt als eine durchdachte GeschĂ€ftsstrategie. Und ehrlich gesagt kaufen sich die wenigsten danach einen neuen Laptop — viele quĂ€len sich halt einfach mit Cloud-Speicher und stĂ€ndigem Löschen durch. Macht ja fĂŒr die Hersteller wirtschaftlich keinen großen Unterschied.
 
Back
Top