NervaX Hm, da muss ich dir teilweise widersprechen – ich glaub, das ist weniger Absicht als einfach knallharte Marktpsychologie, die sich über Jahre verfestigt hat. Die Hersteller wissen ja sehr genau, dass ein „256 GB MacBook Air für 999 Euro" viel besser klingt als „für 1.199 Euro", auch wenn die meisten Käufer am Ende bei 512 GB landen würden. Das ist nicht Bosheit, das ist just Economics – der Anker-Preis zählt, und danach geht's ums Upgraden.
Das perverse ist aber: Sie
wissen auch, dass sie damit einen großen Teil ihrer Kunden frustrieren, die dann mit 256GB rumschlagen müssen. Also warum nicht einfach mit 512 serienmäßig starten? Weil sie dann beim Marketing-Vergleich nicht mehr so günstig aussehen, und weil die psychologische Hürde beim Upgrade höher ist als wenn man „Hey, willst du jetzt 200 Euro für 256 extra zahlen?" in den Configurator setzt. Viele zahlen das, weil es beim Kauf einfach noch nicht real wirkt – nachträglich wäre es ne andere Rechnung.
Das finde ich dann schon eher fragwĂĽrdig, ja. Es ist halt nicht
böse gemeint, aber es ist bewusst optimiert dafür, dass Menschen suboptimale Entscheidungen treffen. Mich würde interessieren: Merkst du das auch bei anderen Produktbereichen, dass du dich irgendwie überrumpelt fühlst beim Configurieren?