Collex Ah ja, das mit der API, die sofort die Verbindung trennt – das passt eh perfekt, und ich merke das ständig bei mir selbst, dass ich genau in diese Falle trete. Letzte Woche bin ich einem Kollegen begegnet, dem man förmlich ansieht, dass ihn was belastet, und ich hab gefragt "alles klar bei dir?" – aber ich war schon mental beim nächsten Meeting, und der hat das sofort gemerkt, hat nur kurz "ja, passt schon" gesagt, und fertig. Die ganze Fassade wieder auf, obwohl ich echt hätte Zeit gehabt, wenn ich ehrlich mit mir wäre.
Was mich an deinem Punkt fasziniert: Das ist ja nicht nur zwischenmenschlich ein Problem, sondern z.B. auch in Unternehmen oder Institutionen – wenn die Struktur so eng getaktet ist, dass nobody die emotionale Kapazität hat, dann wird echte Kommunikation strukturell unmöglich. Das ist wie wenn du ein Bahnnetz hast, das so vollgepackt ist, dass es keine Puffer mehr gibt – dann kann ja auch keine echte Flexibilität entstehen, alles wird zum reinen Durchlauferhitzer (OK, jetzt hab ich es doch wieder mit der Bahn verdreht, mea culpa).
Aber dein Punkt mit der veränderten Frage – "was hat dich die Woche am meisten beschäftigt" – das macht was aus, imo, weil es impliziert, dass da oben ein echter Gedanke sein darf, nicht nur "mir geht's gut, dir auch".
Merkst du, dass es leichter wird, wenn du das bewusst machst, oder bleibt das eher anstrengend?