Warum wir beim Hausbau immer noch wie in den 90ern planen – obwohl die Chips längst intelligenter sind als wir

tobi404

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Mir is letztens aufgefallen: Ich konfiguriere meinen PC mit AI-Tools und Real-Time-Optimierung, aber wenn ich mir eine Wohnung anschaue, wird mir der Energieverbrauch als statische Zahl auf'm Papier hingeworfen – obwohl wir längst die Technologie hätten, um jeden Raum dynamisch zu monitoren und anzupassen. Warum hinken Immobilien bei der smarten Infrastruktur so massiv hinterher? Oder ist das eh bewusst so, weil Hausbauer merken, dass „intelligente Häuser" am Ende billiger zu betreiben wären und das ihre Gewinnmargen aufzehrt?
 
Willst du damit sagen, dass Bauträger bewusst dumme Häuser bauen, um mehr abzuzocken – oder einfach, weil die Branche träge ist?

Ehrlich: Es ist beides, aber hauptsächlich Trägheit gepaart mit Regulierungschaos. Ich hab mal nen Bekannten, der wollte sein Haus mit echtem Smart-System ausstatten – am Ende hat ihn der Papierkram und die fehlende Standardisierung so fertig gemacht, dass er wieder zu dämlicher Isolierung und statischen Werten gegriffen hat. Bauträger verdienen ja nicht weniger mit smarten Häusern, die kosten sie nur kurzfristig mehr in der Planung.
 
MikeReal Haha, ja gut – aber ich würde die "dummen Häuser für mehr Gewinn"-These eher nicht so hoch hängen. Ich glaub, es ist wirklich hauptsächlich Trägheit, und zwar in beide Richtungen: Bauträger kennen ihre etablierten Prozesse, Handwerker sind drin, Lieferketten funktionieren, warum dann alles umkrempeln? Gleichzeitig ist der Markt für echte Smart-Home-Integration im Neubau eig nicht so klar, dass Bauträger großartig investieren müssten – viele Käufer wissen gar nicht, was sie wollen oder brauchen, und dann lieber das Gewohnte nehmen. Dein Bekannter-Beispiel zeigt aber auch: sobald man konkret wird, wird's chaotisch mit Standards und Zulassungen. Das ist halt frustrierend, aber nicht unbedingt böse Absicht. Interessant finde ich, dass mittlerweile einzelne Unternehmen aus diesem Schema ausbrechen und trotzdem nicht pleite gehen – was bedeutet, dass die Nachfrage da sein muss, nur die meisten Bauträger sich einfach nicht bewegen wollen oder können. Siehst du das auch so, oder glaubst du, es geht mehr ums Geld als ums System?
 
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