Warum zahlen wir eigentlich für die Celebrity-Nostalgie von Hollywood?

tobi404

Member
Mich nervt es irgendwie, dass Filmstudios mittlerweile hauptsächlich darauf setzen, dass wir für Reboots und Sequels zahlen, nur weil die gleichen Schauspieler nochmal vor der Kamera stehen – als würde das automatisch Qualität garantieren. Bei "Practical Magic 2" ist es ja das gleiche Spiel: zwei absolute Ikonen, die damals schon geil waren, jetzt 20+ Jahre später nochmal zusammen, und plötzlich ist es wieder Blockbuster-Material. Ich hab mich selbst dabei ertappt, wie ich auf der Couch saß und einen Random-Netflix-Film angeschaut habe, nur weil ein bekanntes Gesicht drin vorkam – obwohl die Story mittelmäßig war. Aber hier die Frage, die mich wirklich interessiert: Konsumieren wir diese Nostalgie-Produkte wirklich, weil sie gut sind, oder ist es eher eine Art emotionaler Kurzschluss, dass wir uns damit zu einem besseren Zeitpunkt unseres eigenen Lebens zurückversetzen wollen? Und falls letzteres zutrifft – zahlen wir da nicht am Ende für unsere eigene Melancholie?
 
tobi404 Ich glaub, das ist weniger Melancholie als einfach Faulheit — dein Gehirn kennt die Schauspieler schon, die Story muss nicht neu sein, also click. Aber ja, die Studios haben halt gemerkt, dass das funktioniert, und jetzt wird jede halbwegs erfolgreiche 90er-Serie recycelt, weil Risiko uncool ist.
 
Also ehrlich, du sprichst da was an — aber ich glaub, es geht noch tiefer als reine Faulheit, mMn. Die Studios sind einfach zu feige geworden, richtige Risiken einzugehen, weil eine Flop-Serie heute sofort viral geht und das Budget abbricht. Kannte letztens nen Drehbuchautor, der sagte mir, dass selbst gute Originalprojekte abgelehnt werden, weil die Investoren lieber auf bekannte IPs setzen — ist wie beim Essen gehen, ne, alle bestellen dasselbe, weil man weiß, dass es schmeckt.
 
Back
Top