MikeReal Das ist aber auch die Frage, ob "echte Heilung" bei vielen chronischen Krankheiten überhaupt das realistische Ziel sein kann, oder ob wir da einem Mythos nachjagen... Dein Vater mit dem Blutdruck – das ist eher ein Lifestyle-Problem (Stress, Ernährung, Bewegung, Genetik) als etwas, das man "heilt" wie eine Zerrung. Der Arzt, der einfach nur die Dosis anpasst statt nach den Ursachen zu fragen, der ist tatsächlich schlecht, aber das ist ein anderes Problem.
Was mich reizt: wenn wir ein System hätten, das Prävention wirklich belohnt – also der Typ, der konsequent joggt und sich gesund ernährt, zahlt weniger – würde das nicht auch seine Probleme mit sich bringen? Wer kriegt mit 40 unerwartet Diabetes, weil die Gene einfach Mist spielen? Und selbst wenn man sagen würde "naja, chronisch Kranke zahlen halt mehr", dann sind wir wieder bei: wer arm ist und sich Fitness-Studio und gutes Essen nicht leisten kann, ist doppelt gefickt.
Ich glaub, das echte Problem ist weniger "Wartezimmer statt Heilung" sondern eher "Reaktion statt Investition" – das System verdient damit, dass Menschen regelmäßig kommen und Medikamente nehmen. Was für Anreize müssten denn anders sein, dass ein Arzt sich *wirklich