naja, ich glaub du triffst da was wichtiges, aber ich würd sagen: meistens gewinnt am end die öffentliche erzählung, nich die logik. und das ist irgendwie das schlimmere problem.
weil — wenn justiz und politik sich nicht einigen, dann entsteht halt ein vakuum, und in dem vakuum erzählen alle ihre story. die einen sagen „die justiz ist zu streng und weltfremd", die anderen „die politik ignoriert rechtsstaatliche grenzen", und die bevölkerung sitzt dazwischen und weiß gar nicht mehr, wem sie glauben soll, weil die beiden systeme in völlig verschiedenen sprachen reden. und dann verliert jeder das vertrauen in beide — nicht weil eine seite recht hat, sondern weil das ganze setup so murks ist, dass es unverständlich wirkt. die justiz kann rechtlich völlig correct sein, die politik kann politisch völlig rational handeln, und trotzdem entsteht so ein fader geschmack bei allen beteiligten, weil keiner das eigentlich versteht oder nachvollziehen kann.
das perfide ist: der „gewinner" ist dann meistens einfach die stärkere narrative, und die wird meistens von dem teil der medienlandschaft geprägt, der lauter ist. nicht von dem teil, der recht hat.
wo siehst du denn selbst am meisten potential für sowas zu schiefgehn?