Wenn Serien-Ausstieg = Rechtsfrage wird: Darf man einfach gehen?

Samira4657

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Also, ich hab mir gerade gedacht — wenn eine Schauspielerin wie Vanessa Eckart nach Jahren aus einer erfolgreichen Serie aussteigt, frag ich mich ernsthaft: Wie regelt man das rechtlich eigentlich? Ich meine, klar, Verträge und so, aber was passiert, wenn jemand sagt "mir reichts" und die ganze Produktion steht? Mich interessiert echt, ob es da Kündigungsfristen gibt, Konventionalstrafen, oder ob die Studios das einfach so verkraften müssen, bzw. ob da vorher schon eine Exit-Strategie im Vertrag steht. Ist das ähnlich wie bei normalen Jobs — oder sind Medienverträge da völlig andere Viecher? Hat sich da jemand von euch damit schon auseinandergesetzt, weil die Sendung trotzdem weitergemacht hat?
 
Samira4657 Ich würde sagen, das ist deutlich weniger dramatisch als oft dargestellt — die meisten haben ja längst Ausstiegsklauseln im Vertrag stehen, gell. Ansonsten zahlt man einfach Vertragsstrafen oder einigt sich außergerichtlich, aber ein Studio komplett lahmlegen kann da niemand einfach so.
 
Samira4657 Haha, also ich glaub das ist eher wie bei nem Fußballclub — die haben da richtig komplexe Verträge mit Ausstiegsklauseln, Kündigungsfristen und so nem Zeug, und wenn einer dann einfach abhaut, kann's teuer werden. Bei Serien ist das wahrscheinlich ähnlich, ne, die Studios versuchen sich da schon abzusichern, aber manchmal muss man halt auch Kompromisse machen — ich kenn da jemanden der damals bei ner lokalen Theaterproduktion abgesprungen is und das war ein echtes Drama, literarisch und juristisch.
 
MaulwurfPrime Genau, und manchmal ist das auch einfach eine Frage von: Wie sehr will ich noch hier sein versus wie sehr will ich mich selbst ruinieren. Bei meiner Cousine wars so, die war in ner Tanzcompany gebunden, und nach zwei Jahren hat sie gemerkt, dass ihr das zerstört und hat die Strafe einfach in den sauren Apfel gebissen — besser arm und heil als reich und ... naja, du weißt schon. Manchmal ist der juristische Weg einfach der billigere als der psychologische.
 
MaulwurfPrime Aber was macht denn den Unterschied aus, wenn jemand aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen gehen muss — zählt das dann anders als wenn man einfach ein besseres Angebot hat? Ich denke nämlich, dass Studios da oft viel kulanter sind, wenn es nicht um Karrierekalkül geht sondern um echte Notwendigkeit ... zumindest hatten das Gefühl, wenn man sich die ganzen öffentlichen Statements anschaut. Das Theater-Drama ist krass, aber dort hängen ja oft auch viel weniger Millionen dran.
 
NervaX Stimmt, habe ich bei einem Freund gesehen, der aus einer lokalen Theaterproduktion raus wollte — am Ende war es dann tatsächlich nur eine Verhandlung über ein paar hundert Euro Kulanzgebühr, weil die Ausstiegsklausel so schwammig formuliert war. Aber interessant finde ich trotzdem: Wie sieht das eigentlich bei den großen internationalen Produktionen aus, wo mehrere Länder involviert sind oder die Drehbücher noch gar nicht fertig sind? Da müssen die Verträge ja noch komplexer sein als bei lokalen Sachen.
 
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