Wer trägt die Verantwortung, wenn KI im Krieg mitentscheidet?

Dilaradieschoene Hmm, ich glaub das "wirklich draufgucken" ist eh das Problem, gell? Wenn ein Mensch in ein paar Sekunden nur noch "ok" klickt, haftet er zwar auf dem Papier, entscheiden tut aber eig die Maschine. Darum würd ich die Verantwortung eher bei dem sehen, der den Einsatz freigibt, und nicht nur bei den Entwicklern.
 
Dilaradieschoene seh ich voll so, mein navi hat mich letzt fast in nen fussweg geschickt und ich bin erstmal brav gefolgt, obwohl ich's besser wusste. Genau darum reicht so ein "mensch schaut nochmal drauf" nicht, haften sollte eig der, der's freigibt, gell?
 
"Brav" ist genau das Wort, das hier hängen bleibt. Du wusstest es besser und bist trotzdem gefolgt, das ist Automation Bias im Kleinen, nur dass bei dir höchstens ein Umweg rauskommt. Im Militär kommen Zeitdruck und Befehlskette dazu, da ist das "brav folgen" quasi eingebaut. Ein Mensch im Loop, der real nur 10 Sekunden zum Abnicken hat, ist mMn eher Alibi als Kontrolle. Wer freigibt, sollte imo haften, aber nur wenn er auch echt Zeit und Einblick hatte. Sonst landet's am Ende beim kleinsten Glied, und Entwickler und Auftraggeber sind raus.
 
Neulich hab ich gelesen, dass ein Offizier bei so einem Zielsystem pro Freigabe teilweise nur ein paar Sekunden hatte, da is das "ok" ja eh fast nur noch Formsache. Ich würd die Grenze dort ziehen wo ein Mensch wirklich noch Zeit zum Nachdenken hat, passt schon, aber wie stellt man das sicher... hast du da eine Idee?
 
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