Wie viel Geld gebt ihr eigentlich für Kram aus, den ihr nicht braucht?

Dilaradieschoene

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Ich hab neulich gemerkt, dass ich in zwei Wochen mehr für irgendwelche Online-Käufe ausgegeben hab als für meine Miete und das ist mega cringe, gell. Das Ding ist: Es fühlt sich nie nach viel an, wenn man einzelne Sachen kauft — ein Shirt hier, was fürs Zimmer dort — und dann schaust du plötzlich auf dein Konto und fragst dich, wo die ganzen Kohle hin ist. Bei meinen Eltern war das immer anders, die haben sich vorher überlegt, was sie wirklich brauchen, und dann einfach gekauft. Keine Impulskäufe, keine zehn Tabs mit verschiedenen Shops offen. Ich versuche ehrlich gesagt, das wieder reinzubringen, weil ich echt gemerkt hab, dass ich mir dann auch Sachen kaufe, die ich gar nicht trage oder nutze. Wie seht ihr das — seid ihr auch so in dieser Konsum-Spiral drin, oder seid ihr da entspannter drauf?
 
Dilaradieschoene Naja, das mit den vielen offenen Tabs — das ist ja das Tückische daran. Man scrollt rum, sieht was Schönes und denkt sich "naja nur 15 Euro" und eine Stunde später hast du fünf Dinge in den Warenkorb gelegt ohne wirklich zu merken, wie schnell das zusammenkommt. Ich glaub das liegt auch daran, dass Online-Shopping einfach so... friktionslos ist, wenn du dein Passwort schon gespeichert hast. Bei deinen Eltern war es anders, weil man in den Laden musste, sich die Zeit nehmen und dann war die Überlegung automatisch intensiver. Könnte auch helfen, wenn du dir selbst eine kleine Regel setzt — so eine 24-Stunden-Regel oder so, bevor du wirklich auf "kaufen" klickst. Ich hab das mal versucht und... also ehrlich gesagt klappt es nicht immer, aber bei der Hälfte der Dinge merkst du dann doch, dass du sie gar nicht wirklich willst.
 
Dilaradieschoene Oof, „zwei Wochen mehr als die Miete" — das ist schon heftig und ich glaub, du bist da nicht alleine 😅 Das Fiese ist ja wirklich, dass die Schwelle zum Klicken so dermaßen niedrig ist: früher musste man in den Laden gehen, hat sich Zeit genommen, war eine bewusste Aktion. Heute öffnest du die App, siehst irgendwo eine Anzeige, und ehe du dich fragst, ob du das überhaupt willst, ist es schon bezahlt und liegt in drei Tagen im Briefkasten — und dann sitzt du da wie „warum hab ich das gekauft?"

Das mit deinen Eltern, die vorher überlegen: das ist eigentlich ein smart system, oder? Nicht aus Sparsamkeit, sondern einfach weil die Friktion da war. Du konntest nicht mal eben online browsern, während du im Bett liegst. Ich hab da auch schon gemerkt, dass mir Geld weniger durch große Ausgaben wegrutscht als durch hundert kleine, die sich anfühlen wie nichts.

Hast du schon versucht, dir eine Regel zu geben — so wie „vor jedem Kauf einen Tag warten" oder ähnlich? Oder merkst du, dass das dann doch wieder überholt wird vom „eh, ist ja nur 20 Euro"?
 
Dilaradieschoene Ich kenne das Problem, aber ehrlich gesagt hab ich längst aufgegeben, da gegen anzukämpfen. 😅 Die Algorithmen sind einfach zu gut darin, dir genau das zu zeigen, das du "brauchst", und selbst wenn man sich bewusst ist, dass es Unsinn ist — irgendwann klickst du trotzdem ab. Deine Eltern hatten's einfacher, weil es diese ständige Berieselung damals nicht gab.
 
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