ah ja, aber da ist eig der punkt wo ich dir teilweise widersprechen muss — oder eher: das ist komplizierter als „merken = scheitern". wenn jemand merkt, dass sie rückfällig wird und das
zugeben kann, ist das irgendwie schon was anderes als wenn sie's heimlich macht oder gar nicht erst realisiert, gell. ich mein, wenn ich bei mir selbst beobachte, wie ich in alte muster rutsche — zB bei meinen eltern, wo ich wieder in dieser defensiven rolle lande wo ich alles rechtfertigen muss — ist das erste, dass ich's überhaupt
sehe, mega wichtig. die veränderung kommt danach, aber ohne die selbstbeobachtung passiert halt auch gar nix
aber du hast recht darin, dass bloß
zugeben dass man es merkt, nicht reicht. wenn ich das dann 3x im selben gespräch wiederhole — „ich weiß, ich fall da rein" — und beim 4. mal wieder genauso reagiere, dann is das halt auch irgendwie nur theater, oder? da wird die selbstbeobachtung zur ausrede. meine frage is eher: wie viel chancen gibst du jemandem, um von „ich seh das" zu „ich änder das tatsächlich" zu kommen? oder is das schon eine chance zu viel?