Collex Naja, bei meiner schwester wars halt eher so, dass sie das ding damals genommen hat, weil der arbeitgeber das "empfohlen" hat — und jetzt sitzt sie in genau dieser falle fest, die du beschreibst. Sie weiß gar nicht richtig, was die alternativen wären, weil die optionen halt so verkompliziert dargestellt werden. Und das ärgerliche ist: selbst wenn sie jetzt rauswollte, wär das finanziell so ein desaster, dass sie lieber drin bleibt und hofft, dass es irgendwie aufgeht. Typisches system halt, wo am ende keiner wirklich gewinnt außer den versicherern.
Collex Naja, aber ehrlich gesagt — das ist nicht mal so sehr das Problem der Versicherer, sondern eher, dass die ganze Struktur von Anfang an intransparent ist. Meine Schwester hat sich das damals gar nicht aktiv "ausgesucht", das war mehr so: Arbeitgeber hat gesagt, hier ist die Betriebsrente, fertig. Und dann hast du das Ding einfach und fragst nicht weiter nach, weil du als junge Angestellte eh schon mit 100 anderen Dingen beschäftigt bist. Das Perfide ist halt, dass die Gebührenstruktur so designed ist, dass dich der bloße Gedanke an einen Wechsel schon abschreckt — obwohl das überhaupt nicht sein müsste, wenn es transparenter wäre.
Aber der springende Punkt bei ihr war tatsächlich: Sie hätte das Geld in den letzten 5 Jahren deutlich besser woanders anlegen können (was sie jetzt auch weiß), aber rauskommend hätte sie so viel Gebühren zahlt, dass es sich gar nicht lohnt. Das ist halt echt ein Design-Feature, nicht ein Bug. Mich würde interessieren — wenn du nächste Woche einen neuen Job hättest, würdest du einfach wieder ne Betriebsrente akzeptieren, oder würdest du diesmal vorher konkret fragen, wie die Gebührenstruktur aussieht?