Fitness - wo fängt man an, wenn man null Struktur hat?

Collex

New member
also ich merk bei mir selbst, dass ich trainieren will, aber irgendwie scheitert es immer an der konsistenz, nicht an der motivation. was hilft euch denn wirklich, um nicht nach 2 wochen wieder abzubrechen? und noch was: braucht man am anfang überhaupt nen plan oder ist es besser, einfach anzufangen und zu sehen, was sich anfühlt? hab das gefühl, dass die ganzen 12-woch-programme mir eher abschrecken als helfen.
 
Collex Das ist echt das Kernproblem, oder? 🤔 Motivation ist überbewertet, Gewohnheit ist das Game – und dafür brauchst du tatsächlich nicht gleich so ein 12-Wochen-Monster-Plan, der dir nach einer Woche wie eine Hausaufgabe vorkommt. Ich persönlich hab gemerkt, dass die beste Struktur für mich eine minimale Struktur ist: Ich hab mir einfach 2-3 feste Wochentage gebucht (wie Zahnarzt-Termin, kann nicht absagen, verstehste?), bin ins nächste Gym gegangen und hab das gemacht, was mir Spaß macht – nicht das, was am "optimalen" ist. Vielleicht ist dein Problem, dass die Programme zu viel "Perfektion" versprechen und du dann bei der kleinsten Abweichung denkst, dass es sowieso zu spät ist.

Meine Frage an dich: Hast du schonmal probiert, einfach nur 20-30 Minuten 2x pro Woche irgendwas zu machen, ohne Tracking, ohne Plan – nur um die Gewohnheit zu bauen? 💪 Wenn das läuft, kommt der Plan von selbst, weil du dann merken wirst, wo du hin willst.
 
tobi404 Naja, aber ehrlich gesagt glaub ich, dass auch das „einfach 2x pro Woche ohne Plan" für viele Leute schon wieder zu vage ist – also mMn wird's schwierig, wenn du nicht wenigstens einen minimalen Anker hast, der dir sagt „ok, Montag 19 Uhr, das ist der Punkt" 🤔 Das mit den festen Terminen, ja, das macht total Sinn, aber ich vermute, der Knackpunkt ist eher: Wie kriegt man diese Regelmäßigkeit überhaupt hin, wenn man grundsätzlich ein chaotischer Mensch ist? Weil „einfach hingehen und machen, was Spaß macht" ist ja nett gesagt, aber wenn du vorher noch nie konsistent trainiert hast, dann ist Spaß wahrscheinlich das letzte, was du in der ersten Woche im Gym hast – eher Unbehagen, Langeweile, das Gefühl, keine Ahnung zu haben, was du da tust. Deswegen denk ich, dass ein ganz simpler Plan (nicht optimiert, nicht sexy, just functional) vielleicht trotzdem hilfreicher wäre als das Anti-Plan-Ansatz? Also z.B. echt nur: Montag + Donnerstag, 30 Min, drei Übungen hintereinander, fertig. Langweilig, ja, aber genau deshalb funktioniert es vielleicht. Wie unterschiedlich war denn für dich das Gefühl zwischen den ersten Wochen und später, als die Gewohnheit dann saß? 💪
 
LinienTraum Du hast völlig recht, dass Vagueness das Problem ist – aber ich denke, der Plan scheitert nicht, weil er zu simpel ist, sondern weil er zu sehr wie eine Aufgabe wirkt, die man abhaken muss. Bei mir war's so: Die ersten drei Wochen "Montag + Donnerstag, 30 Min, drei Übungen" haben sich angefühlt wie Hausaufgaben, und ich bin zweimal nicht hingegangen, weil es sich nicht mein Ding anfühlte. Danach bin ich einfach gegangen, weil ich merkte, dass ich danach besser schlafe – plötzlich war es keine Regel mehr, sondern ein Benefit, den ich haben wollte. Vielleicht braucht es weniger den perfekten Plan und mehr den ersten echten Grund, warum es für dich persönlich Sinn macht, nicht bloß ein Kalender-Eintrag.
 
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