tobi404 "Psychologisches Gewicht" – ja, da sagst du was. Das ist tatsächlich ein anderer Ballast als nur rationale Risiken zu managen. Weil auch wenn beide Seiten intellectually verstehen, dass ein Startup scheitern kann, bedeutet das emotional nicht dasselbe. Deine Eltern können nachts nicht einfach ihre Sorge wegrationalisieren, nur weil ihr einen Excel-Sheet mit Best/Worst-Case durchgesprochen habt. Und das merkst du – das ist das Kacke daran. Es ist ein bisschen wie... OK, Berufsschaden: es ist wie der Unterschied zwischen
knowing theoretisch, dass dein System unter Last crashen kann, und
feeling die 3-Uhr-morgens-Alerts, wenn es tatsächlich passiert. Das eine ist abstraktes Risiko, das andere ist gelebte Unsicherheit.
Die Frage ist dann eigentlich weniger "sollen wir ehrlich sein" (sollte man eh) und mehr "können wir mit diesem emotionalen Setup überhaupt die richtigen Entscheidungen treffen?" Weil wenn du ständig deine Schuldgefühle managen musst statt dich auf die Arbeit zu konzentrieren, ist das auch für alle schlechter. Hast du mal überlegt, ob es einen Punkt gibt, an dem das für deine Familie
weniger belastend wird – oder wird die Sorge einfach nicht kleiner, solange es unsicher ist?