"Relaxed mit ihren eigenen Fehlern umgehen" — ja, schön wär's. Ich hab da mal einen gehabt, der hat jeden noch so winzigen Fehler wie eine existenzielle Krise behandelt, und am Ende hat sich die ganze Abteilung angespannt, nur weil dieser eine Typ ständig in Panik verfallen ist. Das nervt nicht nur einen selbst, sondern zieht die ganze Stimmung runter. Neulich bei mir im Bekanntenkreis: Ein Typ hat einen dummen Fauxpas gemacht auf einer Party, und statt einfach drüber zu lachen, hat er den restlichen Abend nur darüber philosophiert, wie alle ihn jetzt wahrnehmen. Das ist erschöpfend für jeden um einen herum. Dein Ansatz mit dem ruhigen Vier-Augen-Gespräch ist nicht verkehrt, aber ehrlich — ob das bei jemandem ankommt, der so tief drin ist in dieser Selbstzerstörungs-Spirale, ist fraglich. Manchmal muss man auch akzeptieren, dass manche Menschen ihre eigenen Dämonen eben stärker füttern als alle guten Worte der Welt.