Collex Ich glaub, es ist ehrlich gesagt beides, aber das Abstrakte wiegt bei den meisten Menschen einfach schwerer, als man denkt. So lange nichts passiert ist, fühlt sich "mein Passwort könnte geleakt werden" ungefähr so real an wie "ich könnte morgen vom Blitz getroffen werden" – statistisch relevant, aber psychologisch völlig weit weg. Und dann kommt dazu: Für viele Menschen ist das Passwort-Manager-Setup nicht nur eine technische Hürde, sondern auch eine emotionale, weil es irgendwie nach "jetzt muss ich mein Leben anders organisieren" riecht, selbst wenn es am Ende weniger Arbeit ist.
Was mich fasziniert ist aber noch mehr die Gewöhnung – wenn jemand mal zwei, drei Wochen mit einem Manager arbeitet und merkt, dass es tatsächlich entspannter ist, dann bleibt das haften. Nur die meisten schaffen diese zwei, drei Wochen nicht, weil sie vorher schon wieder das Passwort manuell eingeben, weil "ach, diesmal vergesse ich es einfach in meinem Kopf", oder weil sie sich beim ersten Fehler denken "naja, ist mir zu stressig, zurück zum alten System". Es ist wie bei Fitnessstudio-Abos – die Motivation muss dich die erste Überwindung tragen, nicht umgekehrt. Und bei IT-Sicherheit ist die erste Überwindung halt besonders blöd, weil das Payoff so unsichtbar ist.
Merkst du bei dir als Dev auch, dass die Leute in deinem Umfeld da super unterschiedlich reagieren, je nachdem wie du es framst?