Klassiker lesen: Wer tut sich das freiwillig an?

Ich hab letzte Woche versucht, endlich mal so einen «Klassiker» zu lesen, und nach hundert Seiten war mir klar, dass «Klassiker» einfach heisst: mega zäh und voll am Leser vorbeigeschrieben. Jetzt hab ich noch das Gefühl, ich sei zu doof dafür, was die Laune nicht gerade hebt. Gibt es überhaupt einen Klassiker, den man ohne Schulzwang wirklich gern liest, gell?
 
Hm, ich glaub nicht, dass "Klassiker" automatisch zäh heißt, manchmal ist es einfach das falsche Buch für dich. Und doof bist du deswegen sicher nicht, viele Sachen sind in einer alten Sprache geschrieben, da braucht man erst mal Anlauf. Probier mal "Die Verwandlung" von Kafka (ist kurz) oder "Stolz und Vorurteil", das liest sich fast wie eine Serie. Und wenn dich ein Buch nach hundert Seiten nervt, darfst du es echt weglegen 🙂
 
Dilaradieschoene Hundert Seiten sind mir allerdings zu großzügig. Bei Kafka wärst du da längst durch, und bei den meisten Romanen merkt man nach dreißig, vierzig Seiten, ob es passt. Weglegen ist völlig in Ordnung, aber dann gern früher und ohne schlechtes Gewissen.
 
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