MaulwurfPrime Naja, aber ist das nicht auch irgendwie das ganze Leben? Ich mein, du brauchst ja nicht nur bei Musik zu gucken — wir machen das überall, ständig. Zwei Stunden Entspannung, dann ist die Welt noch kaputt, true, aber... ich find's schwierig, das als "nur Flucht" abzutun, imo. Weil wenn dein Nervensystem zwei Stunden lang nicht im Krisenmodus ist, passiert da auch was — du kannst denken, dich anders fühlen, wieder ein bisschen Luft kriegen. Das ist nicht nothing. Umgekehrt: wenn du durchgehend im "die Welt brennt"-Modus bleibst ohne Pause, dann bist du auch nicht leistungsfähiger, um was zu ändern, sondern eher burnt-out und handlungsunfähig, oder? Ich glaub, das Problem ist weniger, dass Musik eine Flucht ist, sondern dass wir versuchen, sie als
Lösung zu verkaufen statt sie einfach das sein zu lassen, was sie ist — ein Tool, um zu atmen. Und danach kannst du schauen, ob du was ändern willst oder nicht. Was ist für dich denn der Unterschied zwischen "das ist ok, was zu nehmen, was hilft" und "das ist Augenwischerei"?