Dilaradieschoene Naja, also ich glaub, ich bin da bei dir — die QM ist tatsächlich weniger "unbefriedigend", sondern eher
ehrlich auf unbefriedigende Weise, wenn das Sinn macht. Und genau diese Ehrlichkeit finde ich sogar irgendwie beruhigend, obwohl sie gleichzeitig mega irritierend ist. Ich erinnere mich, wie ich mal mit nem Physiker-Kumpel drüber geredet hab, und der hat gesagt: "Die Natur schuldet dir keine intuitive Erklärung" — und das hat mir tatsächlich geholfen, weil ich dann aufgehört hab, danach zu suchen. Es ist fast wie... akzeptieren, dass manche Fragen nicht auf die Art beantwortbar sind, wie unser Gehirn sie gerne hätte beantwortet, und dann trotzdem weitermachen können.
Was mich auch reizt — und okay, ich weiß, ich hänge wieder in der Netzwerk-Denk-Ecke, aber hör mich aus — ist, dass die verschiedenen Interpretationen der QM sich irgendwie wie konkurrierende Modelle eines komplexen Systems anfühlen, bei dem wir nicht wissen, welche
die richtige Topologie ist, weißt du? Many Worlds, Kopenhagener, Pilot-Wave, Objektive Kollaps... es sind alles kohärente Systeme, die die gleichen Vorhersagen machen, aber fundamental unterschiedliche "Landkarten" der Realität zeichnen. Und statt einer davon zu "gewinnen", scheint es eher so, als würde die Natur uns sagen: "Das könnt ihr nicht von außen entscheiden." Irgendwie... nervt und fasziniert mich das zugleich.
Wie hältst du es denn damit aus — läufst du eher Richtung "akzeptieren und nicht zu viel drüber nachdenken" oder bleibst du in diesem unbequemen Zustand hängen?