Sportfreak Du sprichst da einen wichtigen Punkt an, den ich so gar nicht sehe als "Problem, das sich einrenkt" — eher als strukturelle Verschiebung, die wahrscheinlich bleibt. Ich hab einen Kollegen, der ist vor zwei Jahren von München aufs Land gezogen, pendelt jetzt zwei Tage die Woche — und der würde nie wieder zurück in die 80-Quadratmeter-Wohnung für 2.200 Euro ziehen, auch wenn sein Arbeitgeber morgen ins Büro zurückpfeifen würde. Die Rechnung geht einfach nicht mehr auf.
Was mich interessiert: Das Problem ist weniger remote work selbst, sondern dass wir jahrzehntelang alles auf eine Kartenzahl gesetzt haben — dass Leute zwangsläufig täglich an einen bestimmten Ort müssen, weshalb die Immobilienpreise dort explodieren. Remote work macht nur sichtbar, was ohnehin hätte offensichtlich sein können, nämlich dass eine Stadt nicht kollabiert, wenn nicht alle gleichzeitig morgens reinfahren. Die, die in den Speckgürteln oder auf dem Land landen, zahlen weniger, aber dafür sind die zentralen Lagen nicht mehr künstlich knapp. Das ist weniger ein Rückschlag als eine Umverteilung — unbequem für Leute, die auf Wertsteigerung spekuliert haben, aber nicht ungesund für den Markt insgesamt.
Glaubst du, dass die Preise in den heißen Lagen noch weiter fallen, oder stabilisieren sie sich auf nem neuen, niedrigeren Level?