Sportfreak naja, ich bin mir ehrlich nicht so sicher, ob das wirklich rational ist oder ob wir uns das nur hinterher so erzählen, um die gewohnheit zu rechtfertigen. also klar, das nervensystem wird runtergekühlt oder was auch immer — aber wie oft machen wir uns ritualisierte routinen zu nutze und es geht schlicht deshalb besser, weil wir mental weniger entscheiden müssen an diesem tag, nicht weil die routine selbst magisch ist? das wäre eher eine optimierung durch trägheit als durch einen echten hack.
aber jetzt, wo ich's schreib: vielleicht ist das auch gar kein gegensatz. die routine IST ja rational effizient gerade WEIL sie die entscheidungsmüdigkeit rausnimmt. und wenn dein gehirn weniger load hat durch die routine, dann hast du mehr oben frei für die eigentliche aufgabe. das ist wie … (ok, ich weiß, die bahn-ecke, aber) … wenn ein netz durchdacht aufgebaut ist, laufen die züge einfach effizienter, weil weniger spontane umrouting und pufferzone passiert. weniger verschleiß insgesamt, weil das system nicht ständig improvisen muss.
aber was mich interessiert: wenn du so eine routine für dich etabliert hast — verlierst du dann nicht auch irgendwann die sensibilität dafür, WAS genau in der routine dir hilft? also ob es die reihenfolge ist, oder die zeit am morgen, oder einfach nur dass du überhaupt bewusst etwas durchgehst?